Wer kommt, wer geht, wer bleibt...?

Rot-Weiss Essen  Wer kommt, wer geht, wer bleibt...?

Rot-Weiss Essen  Wer kommt, wer geht, wer bleibt...?

Ein Krieger verlässt die Reihen.
Berkan Taz marschiert nicht leise von der Bühne – er brennt sich ein wie ein letzter Trommelschlag vor der Schlacht. 16 Treffer, 20 Vorlagen – das sind keine Zahlen, das ist ein Feldzug, den er in der 3. Liga geführt hat.
Verl verliert keinen Spieler – Verl verliert einen Frontkämpfer, einen Taktgeber, einen Anführer im Angriff. Einer, der nicht gezögert hat, der den Ball wie eine Waffe geführt hat und Spiele entschieden hat, wenn andere längst gefallen waren.
Und jetzt? Jetzt zieht er weiter. Höheres Terrain. Zweite Bundesliga. VfL Bochum hat sich ihn geschnappt – hartnäckig, entschlossen, wie ein General, der weiß, welchen Soldaten er in seinen Reihen braucht.
Doch eines ist klar:
Taz kommt nicht, um sich anzupassen. Er kommt, um zu dominieren. Um Spuren zu hinterlassen. Um sich seinen Platz im nächsten Gefecht zu erkämpfen – Schritt für Schritt in Richtung Bundesliga, vielleicht sogar darüber hinaus, wie er selbst träumt.
Respekt gebührt ihm.
Denn solche Spieler ziehen nicht einfach weiter – sie hinterlassen verbrannte Erde und eine Lücke, die nur schwer zu füllen ist.
Ehre dem Abgang.
Und möge der nächste Kampf noch größer sein.

Reaktion von unserem Kapitän zu dem Abgang ;
Ein Krieger verlässt die Reihen…
sagen sie zumindest.
Hier spricht Michael Schulz – Kapitän, Innenverteidiger… und amtierender Sonnenbankkönig. Während andere in der 3. Liga heroische Feldzüge sehen, hab ich mir erst mal Faktor 30 aufgelegt und das Ganze aus sicherer Distanz beobachtet.
Berkan Taz, ja… super Zahlen, keine Frage.
16 Tore, 20 Vorlagen – Respekt.
Aber während er da vorne den Feldherrn gespielt hat, hab ich hinten ganz entspannt gelegen und mir gedacht: „Junge, warte mal ab, bis es wirklich wehtut.“
Verl verliert also einen „Frontkämpfer“?
Ich sag’s mal so: Frontkämpfer ist der, der auch dann stehen bleibt, wenn der Wind von vorne kommt.
Und ich hab schon Stürmer gesehen, die bei stärkerem Gegenwind schneller verschwinden als meine Bräune nach ’nem Regentag im Pott.
Jetzt also Bochum. Zweite Liga.
Größeres Schlachtfeld, härtere Jungs, weniger Platz für Schönspielerei.
Mal sehen, ob da noch Zeit bleibt für kunstvolle Dribblings – oder ob er sich wünscht, wieder in Verl spazieren zu gehen.
Ich gönn ihm das, wirklich.
Vom Sonnenbankrand aus betrachtet sieht vieles immer einfacher aus.
Aber eins sag ich dir, Berkan:
Wenn’s mal richtig rau wird…
Dann denk dran: Nicht jeder, der aus der Sonne kommt, hält auch den Sturm aus.
Ehre dem Abgang –
und Grüße aus dem Solarium.
 
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