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"Sieht nicht gut aus": RWE in Sorge um Cuber Potocnik

"Sieht nicht gut aus": RWE in Sorge um Cuber Potocnik

Julian Koch 24.10.2026 07:38 Uhr

Mit dem 1:0 gegen Jahn Regensburg feierte Rot-Weiss Essen am Freitagabend den fünften Sieg im sechsten Heimspiel dieser Saison und schiebt sich in der Tabelle vorerst auf Platz zwei vor, muss den Erfolg aber womöglich teuer bezahlen. In Jaka Cuber Potocnik hat sich ein weiterer Spieler verletzt, es droht der nächste längere Ausfall.

Mit dem Fuß umgeknickt

Wie viel Pech kann man eigentlich haben? Nachdem Rot-Weiss Essen schon länger auf Max Geschwill (Knieprobleme), Tony Menzel (Syndesmosebandriss) und Aiman Dardari (Muskelverletzung) verzichten und unter der Woche mit Marvin Obuz (Knöchelverletzung) und Semir Telalovic (Schulterverletzung) noch zwei weitere Ausfälle hinnehmen musste, verletzte sich am Freitagabend im Heimspiel gegen Jahn Regensburg auch noch Jaka Cuber Potocnik. Der 21-Jährige war nach 23 Minuten bei einem Schuss im Strafraum ohne gegnerische Einwirkung mit dem rechten Fuß umgeknickt und konnte nicht mehr weitermachen.

"Es sieht nicht gut aus", sagte Trainer Uwe Koschinat nach der Partie am "MagentaSport"-Mikrofon und befürchtete, den Sieg "sehr teuer" bezahlt zu haben. "Wir müssen davon ausgehen, dass er sich etwa heftiger verletzt hat. Denn wenn ein Spieler mit so starken Schmerzen das Spielfeld verlässt, obwohl er noch voll mit Adrenalin ist, deutet das im Regelfall immer darauf hin, dass wir den Spieler auf Zeit verlieren. Und das tut uns in der Situation natürlich brutal weh." Schließlich wäre der Angreifer bereits der sechste Ausfall bei RWE. Eine genaue Diagnose steht zwar aus, ersten Einschätzungen zufolge könnte es sich um eine Verletzung am Außenband handeln. In den nächsten Tagen soll Cuber Potocnik genauer untersucht werden.

Energie "wirklich beispielhaft"

Die möglicherweise schwerere Verletzung des Angreifers trübte die Freude über den Sieg durch den Treffer von Brumme (15.) etwas, wenngleich Koschinat darum bemüht war, das Positive hervorzuheben: "Was die Mannschaft an Energie auf den Platz gebracht hat, das ist wirklich beispielhaft." Auch die Atmosphäre im Stadion sowie eine 'Jetzt-erst-recht-Mentalität' im Hinblick auf die zahlreichen Ausfälle hätten "definitiv" ihren Anteil dazu beigetragen, so Koschinat. Ebenfalls einen Anteil leistete auch Torhüter Jakob Golz, der gegen harmlose Regensburger zwar selten gefordert wurde, in den richtigen Momenten – etwa kurz vor der Pause – dann aber auf dem Posten war. Der 28-Jährige reichte die Blumen jedoch direkt an seine Mitspieler weiter und bezeichnete es als "Wahnsinn, was wir heute abgeliefert haben. Ich bin einfach nur stolz auf die Mannschaft."

Bereits zum fünften Mal in dieser Saison blieb Golz zu Null – und damit schon jetzt genauso oft wie in der letzten Saison. Insgesamt stehen nach elf Spielen gerade mal 13 Gegentore zu Buche, nachdem es zum selben Zeitpunkt der Vorsaison noch deren 19 waren. Golz sprach diesbezüglich von "deutlichen Fortschritten". Zumal das von Koschinat im Vorfeld der Saison ausgerufene Etappenziel, mindestens 20 Punkte nach zwölf Spielen auf dem Konto zu haben, nun bereits vorzeitig erreicht wurde. "Wir sind auf einem guten Weg, müssen aber dranbleiben", meinte der Keeper – etwa im Hinblick auf die Chancenverwertung, war doch mehr als ein Tor möglich.

Fokus auf RB Leipzig

Ein neues Etappenziel wollte Koschinat indes noch nicht ausrufen, liegt der Fokus zunächst doch auf dem DFB-Pokalspiel gegen RB Leipzig am Dienstag. Der 55-Jährige kündigte einen "großen Fight" an, für den es "Intensität und Aktivität" brauche, so Golz. "Man darf auch nicht den Fehler machen, gegen eine große Mannschaft zu passiv zu sein. Wir müssen trotzdem mutig sein und werden alles reinhauen." Bislang ist RWE an der Hafenstraße in dieser Saison noch ungeschlagen. Bleibt das auch am Dienstag so? Während Cuber Potocnik wohl ausfallen wird, kehrt Franci Bouebari nach Gelb-Sperre zurück. Sicher ist zudem: "Zuhause spielen wir immer mit dem zwölften Mann, der das eine oder andere ersetzen kann", so Koschinat.

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