Rot-Weiss Essen hat den nicht öffentlichen Test gegen Oberligist SpVg Schonnebeck auf dem eigenen Trainingsgelände souverän mit 6:1 (2:0) gewonnen. In der Startelf standen zunächst Akteure, die am Vortag beim 1:2 gegen Borussia Mönchengladbach nicht so zum Zuge kamen. Doch wirklich wild und torreich wurde es erst nach dem Seitenwechsel. Vor allem Noah Pesch nutzte diese Spielzeit, um kräftig Eigenwerbung zu betreiben. Der Neuzugang erzielte binnen vier Minuten einen lupenreinen Hattrick und war damit der auffälligste Akteur eines insgesamt überzeugenden Auftritts.
Vor den Augen des Trainerteams um Uwe Koschinat brachte Jaka Cuber Potocnik die Essener in der 23. Minute in Führung. Nur vier Minuten später erhöhte Aiman Dardari mit einem sehenswerten Treffer auf 2:0. Nach dem zwischenzeitlichen Anschlusstreffer der Gäste (54.) übernahm RWE endgültig das Kommando.
Dann begann die Show von Pesch. Der Offensivspieler traf in der 68., 70. und 72. Minute gleich dreimal und sorgte innerhalb kürzester Zeit für klare Verhältnisse. Den Schlusspunkt setzte Marek Janssen mit dem 6:1 in der Schlussminute.
Trainer Uwe Koschinat zeigte sich nach der Partie den eigenen Vereinsmedien gegenüber zufrieden: „Es war schon ein Spiel mit unterschiedlichen Phasen. Ich finde, am Anfang hat Schonnebeck wirklich sehr mutig gespielt und uns sehr gefordert. Dennoch haben wir sehr schnell auch die Spielkontrolle gewonnen und, glaube ich, auch gute Angriffe zum Tor gefahren. Heute mussten wir natürlich viel Wert auf das Ballbesitzspiel legen und das hat aus meiner Sicht sehr sicher und gut geklappt.“
Mit zunehmender Spielzeit sei die Überlegenheit immer deutlicher geworden. Besonders die Offensivspieler hinterließen beim Coach einen positiven Eindruck. „Da hat mir natürlich gefallen, dass Noah Pesch mit drei Toren auch direkt ins Selbstvertrauen kommt, dass Dardari ein Traumtor geschossen hat und dass Potocnik und Janssen wieder getroffen haben. Das ist für die Offensivspieler sehr wichtig.“
Auch Neuzugang Semir Telalovic überzeugte Koschinat trotz seines ausbleibenden Treffers. „Heute fast mehr als Vorbereiter als als Abschlussspieler. Das zeigt aber, dass er in dieser hängenden Position eben auch sehr viel Wert für unsere Mannschaft hat.“
Ein weiterer Pluspunkt aus Sicht des Trainers: Personell gab es keine Rückschläge. „Wir sind wieder, Stand jetzt jedenfalls, verletzungsfrei auch durch dieses Spiel gekommen. Insofern gehe ich davon aus, dass wir in die kommende Trainingswoche mit voller Stärke und vielen Spielminuten starten. Dass Jakob Golz wieder zurückkehren wird, ist, glaube ich, auch sehr sicher. Das hat den Eindruck heute sehr abgerundet.“
RWE-Aufstellung
Startelf: Brüning – Hofmann, Geschwill, Bazzoli, Celebi – Sietan, Swajkowski - Dardari, Abiama, Telalovic - Potocnik
Auf der Bank/Eingewechselt: Romero Gerres (ETW), Noah Pesch, Marek Janssen, James Gnagnon, Brandon Henze, Fadih Vasic.