Uwe Koschinat hat auch im ersten Heimspiel der Saison auf eine Innenverteidigung, bestehend aus Ben Hüning und Max Geschwill gesetzt. Damit hatte José-Enrique Rios Alonso, im aktuellen Kader von Rot-Weiss Essen so etwas wie ein Urgestein, wieder einmal das Nachsehen.
In der Halbzeitpause des Spiels hat sich Marcus Steegmann, Direktor Profifußball bei den Essenern, am Mikro bei Magenta Sport zu der Situation in der Innenverteidigung geäußert.
Denn Rios Alonso war unter Koschinat bisher eigentlich ein Dauerbrenner. Wenn er fit war, dann hat er auch gespielt. „José ist ein total verdienter Spieler, aber wir haben mit Geschwill einen Erst- und Zweitligerfahrenen Profi dazugeholt. Da kann man nicht von einem Erfahrungsunterschied sprechen“, sagte Steegmann. „Max hat sich in hervorragender Verfassung präsentiert. Wir haben vollstes Vertrauen in die Spieler, die spielen. Wenn Ene reinkommt, dann wird er brennen und uns helfen.“
Die Rolle des dauergesetzten Innenverteidigers scheint derzeit eher Ben Hüning zu übernehmen. Seit seinem Winterwechsel von Borussia Dortmund II an die Hafenstraße vor einem halben Jahr hat der 21-Jährige eine starke Entwicklung genommen.
„Ben Hüning übernimmt gerne Verantwortung. Er ist lautstark auf und neben dem Platz. Es ist fantastisch, wie er sich entwickelt hat. Ben ist auf dem Weg, eine Führungsfigur zu werden. Wir unterstützen ihn dabei“, lobte Steegmann.
Hüning ist einer der großen Gewinner der Sommervorbereitung bei RWE. Im Gegensatz dazu steht Gianluca Swajkowski. Der 21 Jahre alte, defensive Mittelfeldspieler hat es schon wieder nicht in den Spieltagskader geschafft und musste, wie schon bei der 2:5-Pleite beim 1. FC Saarbrücken zum Start, auf die Tribüne. Hier scheint ein Leihgeschäft mit einem anderen Verein die sinnvollste Lösung zu sein. Denn bekanntermaßen suchte RWE noch einen erfahrenen Sechser, was Swajkowskis Einsatzchancen weiter schmälern würde.