Der Beginn einer neuen Spielzeit ist nicht nur für die Spieler, Trainer, Vereinsverantwortlichen und Fans aufregend, sondern auch für die Hüter des Regelwerks. 22 Schiedsrichter – zuzüglich der Unparteiischen aus der 1. und 2. Bundesliga, die einige Topspiele übernehmen – sollen in der 3. Liga mit ihren Assistenten für Ruhe und Ordnung sorgen. Und zusätzlich die neuen Änderungen im besten Fall direkt richtig umsetzen.
Im Sommer wurde wieder fleißig am Regelwerk geschraubt. Manche Dinge sind neu, andere kennt man bereits von der Weltmeisterschaft, aber vieles ist auch geblieben. Was nun bei Auswechslungen, Verletzungen, der Vorteilsregel, bei Einwurf und Abstoß gilt.
Beim Thema Auswechslungen müssen sich die Teams zukünftig ranhalten. Innerhalb von zehn Sekunden muss der betreffende Spieler den Platz verlassen. Passiert das nicht rechtzeitig, muss die Mannschaft mindestens eine Minute in Unterzahl spielen. Nach Ablauf der 60 Sekunden darf der Wechsel bei der nächsten Spielunterbrechung vollzogen werden. Die letzten fünf Sekunden zeigt der Unparteiische an.
Wenn ein Spieler behandelt werden muss, nachdem der Schiedsrichter die Partie unterbrochen oder das medizinische Personal auf den Platz gerufen hatte, muss dieser vor seiner Rückkehr auf das Feld eine Minute draußen warten. Dies gilt allerdings nicht für Torhüter sowie für Verletzungen, die aus einem gelb- oder rotwürdigen Foul entstanden sind. Nach Ablauf der Zeit kann er mit der Zustimmung des Unparteiischen ins laufende Spiel zurückkehren. Bei einer Kopfverletzung muss der Spieler – anders als bei der WM – ebenfalls den Platz vorerst verlassen.
Zwei Veränderungen gibt es bei der Vorteilauslegung. Lässt der Schiedsrichter einen Angriff nach einem Foul weiterlaufen und daraus entsteht ein Tor, wird dem Verteidiger keine persönliche Strafe mehr ausgesprochen. Ebenfalls kann der Unparteiische nun bei einer nicht regelkonformen Spielfortsetzung auf Vorteil entscheiden, wenn das gegnerische Team eine gute Angriffschance bekommt. Ausnahme: Die Ausführung ist grundsätzlich fehlerhaft, wie beispielsweise den Ball bei einem Einwurf mit dem Fuß ins Feld zu spielen.
Verzögert ein Spieler den Einwurf, zeigt der Schiedsrichter einen Fünf-Sekunden-Countdown mit seiner Hand an. Wird in dieser Zeit das Spiel nicht rechtzeitig fortgesetzt, gibt es den Einwurf für den Gegner. Torhüter müssen innerhalb von acht Sekunden den Abschlag ausführen. Sonst gibt es eine Ecke für die gegnerische Mannschaft.