Im "ekelhaftesten Spiel der Saison": RWE zufrieden mit Remis
Die Englische Woche endete für Rot-Weiss Essen mit einem 1:1-Unentschieden im eigenen Stadion. Spät holte die Mannschaft von Cheftrainer Uwe Koschinat einen Rückstand gegen den F.C. Hansa Rostock auf, was die Akteure von der Hafenstraße auch als verdientes Ergebnis einordneten. Im "ekelhaftesten Spiel der Saison" konnte RWE bestehen.
"Waren heute in vielen Situationen zu unpräzise"
Die Siegesserie von Rot-Weiss Essen ist erst einmal gerissen. Nach drei Erfolgen in Serie musste sich der Revierklub zum Ende der Englischen Woche mit einem Punkt gegen Rostock begnügen, was jedoch die gesamte Erfolgsreihe der Essener fortsetzt – nach dem spektakulären 1. Spieltag holte RWE nun 14 Punkte aus sechs Partien und ist zudem weiterhin im eigenen Stadion ungeschlagen. "Ich bin total zufrieden mit der heutigen Leistung, weil ich unseren Weg sehr, sehr gut finde", räumte Uwe Koschinat bei "MagentaSport" zum Abschluss seiner Analyse ein. Zuvor hatte der 55-Jährige trotzdem die eine oder andere Anmerkung zum Spielverlauf.
"Wir waren heute in vielen Situationen zu unpräzise", fand Koschinat. "In aussichtsreichen Szenen sind wir unseren eigenen Fehlern nachgelaufen." So auch beim Gegentor, das aus einem weiten Einwurf für Essen entstanden war. Jannik Hofmann verschätzte sich in der Restverteidigung, sodass zwei Rostocker auf einen Essener Abwehrspieler kamen. "In solchen Situationen geht es darum, diese Bälle für dich zu erkämpfen. Das haben wir nicht geschafft. Trotzdem hatten wir die Möglichkeit, die Situation zu klären", fand Koschinat, dass das ein Fehler war, der passieren kann. Schließlich glich Essen das Missgeschick noch aus.
"Das 1:1 war hochverdient für uns"
Semir Telalovic verarbeitete spät eine Flanke von Dickson Abiama, sodass Essen kurz vor Schlusspfiff noch den Punkt holte. "Das war ein ganz ekelhaftes Spiel. Das ekelhafteste Spiel der Liga bisher. Das war ein ganz robuster Gegner", gab der Torschütze nach Spielende an, dass sich Essen beinahe die Zähne an den kompakten Rostockern ausgebissen hätte. "Wir sind eigentlich stark zuhause, aber Rostock hat komplett dicht gemacht. Sie waren sehr stark in den Zweikämpfen", führte Telalovic weiter aus. "Das 1:1 war hochverdient für uns, weil wir das Spiel gemacht haben. Aber es war unglaublich schwer gegen eine Mannschaft, die sich so hinten reinstellt."
Ähnlich sah das auch der Cheftrainer, der besonders die Art und Weise des Spiels hervorheben wollte. "Die Kräfteverhältnisse waren so verteilt, dass wir es über sehr viele Aktionen, viel Ballbesitz und eine gute Struktur versucht haben. Währenddessen hat sich Hansa stärker auf das Umschaltspiel konzentriert, was ihnen fast recht gegeben hätte", so Koschinat. Dass ein Gegner wie Hansa Rostock jedoch solche Mittel gegen Essen wählte, zeigte dem 55-Jährigen, dass sich Essen einen gewissen Ruf und Status erarbeitet hat. Dass am Ende schon wieder eine kleine Rudelbildung im Bereich der Trainerbänke entstand, habe der RWE-Coach – nach seinen Erfahrungen mit Waldhof-Trainer Rui Mota unter der Woche – nicht mitbekommen. "Ich weiß überhaupt nicht, wer da was ausgelöst haben soll", so Koschinat. Als Tabellendritter könnte Essen nun in die Länderspielpause gehen. In dieser steht am nächsten Samstag das Landespokalspiel in Broekhuysen an, ehe es in drei Wochen dann nach Münster geht.
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