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„Für mich Foul“: Havelse-Trainer motzt nach RWE-Heimsieg – um diese Szene ging es

„Für mich Foul“: Havelse-Trainer motzt nach RWE-Heimsieg – um diese Szene ging es

Niklas Scheifers 16.08.2026 19:03 Uhr

Es lag eine gewisse Spannung in der Luft, als Samir Ferchichi ins Mikrofon von Magenta Sport sprach. Aber nicht, weil sich der Trainer des TSV Havelse so gut mit Reporterin Miriam Sinno verstanden hätte – eher im Gegenteil. Der 41-Jährige hatte an der Hafenstraße zuvor eine knappe, aber verdiente 0:1-Niederlage seiner Mannschaft bei Rot-Weiss Essen gesehen und war sichtbar angefressen.

„Das ist eine süße Frage“, begann Ferchichi süffisant, als Sinno die Gründe für die Pleite wissen wollte. Wenige Augenblicke später nahm der Coach der Havelser richtig Fahrt auf. „Das Schöne ist, wenn Sie mich ans Mikrofon holen, dass Sie mich etwas zu Lücken und dem Torwart fragen, ob er Glück hatte. Nein, völliger Blödsinn. Wir haben gut verteidigt, Lücken waren da“, meinte Ferchichi trotzig.

Rot-Weiss Essen: Gäste-Trainer Ferchichi gibt Frust-Interview

Dann kam der TSV-Trainer auf eine Spielsituation vor dem Elfmetertor von Matchwinner Samir Telalovic (64.) zu sprechen, die ihm gar nicht schmeckte: „Vielleicht fragen Sie mich mal nach der Szene vor dem Tor. Da sage ich: 50:50 gegen uns entschieden – muss ich mir anschauen.“ Gesagt, getan: Sinno ließ die Aktion von der Magenta-Regie raussuchen.

Konkret ging es um einen Zweikampf zwischen Havelses Angreifer Alexander Guiddir und dem Essener Innenverteidiger Max Geschwill. Die RWE-Abwehr war hoch aufgerückt, da kam ein langer Ball auf den TSV-Stürmer, der auf das Tor von Jakob Golz zusprinten wollte. Beim Zweikampf ging der nicht ideal positionierte Geschwill zu Boden und brachte Guiddir mit den Beinen zu Fall. Schiedsrichter Michael Näther verwehrte Havelse den Pfiff, stattdessen bekam ihn der Essener.

Ferchichi beklagt Fehlentscheidung in Zweikampf-Szene

Ferchichi bewertete die Szene nicht ganz überraschend anders als der Unparteiische: „Er (Guiddir) stellt seinen Körper rein, ist vorbei. Der Spieler (Geschwill) fällt, trifft ihn unten, das ist für mich ein Foulspiel“, echauffierte sich der Gästecoach und setzte sein Geplänkel mit Sinno fort. Entsprechend kühl fiel die Verabschiedung aus.

Sicher ist: Hätte Schiri Näther anders entschieden, wären wohl die Essener mit der Entscheidung nicht einverstanden gewesen. Den Gastgebern kann Ferchichis Ärger jedenfalls egal sein, steht doch der erste Liga-Sieg der Saison zu Buche.

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