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Fan zeigte Hitlergruß: RWE muss 22.000 Euro Strafe zahlen

Fan zeigte Hitlergruß: RWE muss 22.000 Euro Strafe zahlen

Julian Koch 13.10.2026 15:16 Uhr

Wegen des Zeigens des Hitlergrußes durch einen Anhänger beim Auswärtsspiel beim 1. FC Saarbrücken am 9. August muss Rot-Weiss Essen eine Geldstrafe in Höhe von 22.000 Euro zahlen. RWE hat dem Urteil bereits zugestimmt.

RWE will Täter identifizieren

In einer Stellungnahme kündigt der Verein an, weiterhin alles daranzusetzen, den Verantwortlichen zu identifizieren und zur Rechenschaft zu ziehen. Bereits unmittelbar nach dem Vorfall im Gästeblock des Ludwigsparkstadions hatte sich RWE deutlich positioniert. "Das Zeigen des Hitlergrußes ist eine Straftat, von der wir uns als Rot-Weiss Essen e.V. ausdrücklich distanzieren", hieß es damals in einer Stellungnahme. Eine Person, die sich in dieser Form verhalte, schade dem gesamten Verein und sei bei RWE nicht willkommen.

Auch nach der Verhängung der Geldstrafe bleibt die Aufklärung des Vorfalls ein zentrales Anliegen. Der Klub steht nach eigenen Angaben im Austausch mit den zuständigen Ermittlungsbehörden. Diese seien weiterhin optimistisch, den Fall erfolgreich aufklären zu können. RWE vertraue auf die Arbeit der Behörden, wolle aber auch selbst weitere Schritte prüfen. So habe der Verein bereits Akteneinsicht bei der Staatsanwaltschaft Saarbrücken beantragt, um den Täter gegebenenfalls finanziell in Regress nehmen zu können.

Darüber hinaus kündigt RWE an, sämtliche verfügbaren Möglichkeiten auszuschöpfen. Dazu zählen Strafanzeigen, Haus- und Stadionverbote sowie ein möglicher Vereinsausschluss und zivilrechtliche Maßnahmen. Bereits im August hatte der Klub betont, rassistischen, verfassungs- und fremdenfeindlichen sowie anderen diskriminierenden oder menschenverachtenden Verhaltensweisen entschieden entgegenzutreten.

Verein verweist auf Engagement gegen Diskriminierung

Zugleich unterstreicht Rot-Weiss Essen sein Engagement für Vielfalt und Respekt. "Als Verein stehen wir für Vielfalt, Respekt und ein friedliches Miteinander – sowohl im Stadion als auch darüber hinaus", erklärte RWE im August. Als Beispiele nannte der Verein seine Sozialinitiative Essener Chancen und die Zusammenarbeit mit dem AWO-Fanprojekt.

Zudem bringt RWE seit Anfang 2026 im Arbeitskreis "Fanbelange und Sicherheit" Vertreter von Polizei, Feuerwehr, Stadt, Verein und Fanszene regelmäßig zusammen. Ziel sei es, Herausforderungen frühzeitig zu erkennen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.

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