Das war mal ein richtiges Stück Arbeit! Rot-Weiss Essen holt den ersten Sieg der Saison und schlägt den TSV Havelse mit 1:0. Cheftrainer Uwe Koschinat (54) wollte mit einer guten Leistung und drei Punkten nach dem schwachen Start gegen Saarbrücken (2:5) die Fans versöhnen. Das hat geklappt. Den goldenen Treffer erzielt Semir Telalovic (26). Dabei hätte die Nürnberg-Leihgabe mindestens drei Kisten machen müssen.
Denn Havelse lässt der RWE viele Gelegenheiten, das Spiel frühzeitig zu entscheiden. Der Aufsteiger kommt in der ersten Halbzeit nicht einmal wirklich gefährlich vor das Tor und hat mächtig Glück, dass dem Pott-Klub in der Offensive ebenfalls nicht viel gelingen will.
17. Minute: Der beste Angriff sorgt für die dickste Chance. Telalovic findet Dickson Abiama (27), der Jannik Hofmann (24) auf die Reise schickt. Die Flanke findet Marek Janssen (29), der nur den Pfosten trifft.
42. Minute: Eine Havelse-Ecke wird zum Konter für RWE. Telalovic läuft alleine auf den Kasten zu, lässt sich aber zu viel Zeit und wird geblockt. Da muss der Angreifer mehr draus machen. Die Leihgabe ist auch an weiteren guten Aktionen beteiligt, legt für Janssen gut auf, der den Ball aber über den Kasten setzt (58.).
Dann die Erlösung! Ex-Schalker Max Lamby (23) legt im Strafraum Abiama. Telalovic verwandelt den fälligen Elfmeter zur Führung (63.). Auch nach dem Treffer hat Essen weitere Chancen, das Spiel endlich zu entscheiden. Doch die Verwertung wird nicht besser.
Die 90 Minuten zeigen: RWE fehlte oft die richtige Idee im Spiel nach vorn. Zudem geht der Pott-Klub enorm fahrlässig mit den Chancen um. Havelse hat nicht die spielerischen Fähigkeiten, um mit dem Fast-Aufsteiger mitzuhalten. Für den Spielverlauf ist ein 1:0 viel zu wenig. Das kann sich gegen stärkere Teams rächen. Besonders im DFB-Pokal gegen St. Pauli (23. August, 18 Uhr/Sky), denn da dürfte RWE deutlich weniger Möglichkeiten bekommen.