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Erneut "ambitioniert": Koschinat ruft nächstes Etappenziel aus

Erneut "ambitioniert": Koschinat ruft nächstes Etappenziel aus

Kevin Jung 06.11.2026 16:54 Uhr

Rot-Weiss Essen wird weiterhin von großem Verletzungspech geplagt. Trotzdem übertraf die Mannschaft das von Trainer Uwe Koschinat vor Saisonbeginn ausgerufene Etappenziel, nach zwölf Spieltagen mindestens 20 Punkte auf dem Konto zu haben. Vor dem Aufeinandertreffen mit Alemannia Aachen – einem vermeintlichen Angstgegner des 55-Jährigen – rief der RWE-Coach ein neues Etappenziel aus aus.

"Wäre es eine fantastische Ausgangslage"

32 Punkte nach 18 Spieltagen: Cheftrainer Uwe Koschinat wusste ganz genau, was sein Wunsch unter dem Weihnachtsbaum sein wird. "Das wird das neue formulierte Ziel sein", betonte der 55-Jährige in der Spieltags-Pressekonferenz, dass sich der Klub auf diese Punktzahl verständigt hat. Schon vor Saisonbeginn fiel der Revierklub damit auf, dass er die Ziele in dieser Saison Stück für Stück öffentlich anmoderieren will. "Insofern ist diese Orientierung gut. Sie ist ambitioniert, weil wir wissen, dass ein paar richtige Bretter auf uns warten. Wir müssen dazu noch immer mal wieder ein Stück weit improvisieren, aber trotzdem wäre es natürlich eine fantastische Ausgangslage, um mit dieser Punktzahl dann ins neue Kalenderjahr zu starten."

Zumal RWE dann einen Zähler mehr auf dem Konto hätte als im Vorjahr. Das letzte Ziel, die 20-Punkte-Marke nach zwölf Partien zu knacken, hat die Koschinat-Elf um vier Zähler übertroffen, weshalb der Revierklub trotz aller Widrigkeiten an seinem Weg festhalten kann – und zwar aus Überzeugung. Doch die angesprochenen Herausforderungen sind groß, wie auch Koschinat vor dem Spiel gegen Alemannia Aachen weiß: "Ich bin gedanklich nochmal meine Zeit hier bei Rot-Weiss Essen durchgegangen, was die Spielvorbereitung zu Alemannia Aachen angeht, und muss ganz klar sagen, dass die drei Aufeinandertreffen gegen Aachen unter meinem Wirken zu den schlechtesten Spielen gehören, die wir absolviert haben." Dem will der 55-Jährige am Samstag (14 Uhr) entgegenwirken.

Rückenprobleme bremsen Bätzner

Zwei Niederlagen und ein Unentschieden stehen als Bilanz gegen die Alemannia auf dem Papier. Wie es besser laufen kann, dürfte Koschinat noch aus Zeiten mit Fortuna Köln wissen. Damals gelangen vier Siege aus fünf Partien. "Ich hatte diese Statistik nicht so im Kopf, weil ich mich eigentlich nur an dieses eine beschissene Spiel erinnert habe", schmunzelte Koschinat angesichts der Vergangenheit. "Das war der Saisonauftakt und wir sind als Vizemeister hochambitioniert in die Saison gegangen, aber haben von denen dann richtig den Arsch vollgekriegt zuhause." Mit dem zurückeroberten Wissen, dass es aber auch schon besser für Koschinats Mannschaften lief, versprach der 55-Jährige, dass er umso optimistischer in das anstehende Spiel gehen werde.

Allerdings auch wieder unter der Voraussetzung, dass zahlreiche Akteure weiter ausfallen werden. Besonders hinter Nick Bätzner stand ein großes Fragezeichen, der sich infolge seiner Torvorlage am vergangenen Spieltag am Rücken verletzte. Die Nachwuchsspieler James Gnagnon und Rami Malaeb werden derweil in der U19-Mannschaft mitwirken, während Fadih Vasic für das Spiel gegen Aachen vorgesehen sein wird. Tony Menzel kehrte zumindest ins individuelle Training zurück, bei Aiman Dardari gab es keine Zweifel an der Einsatzfähigkeiten. So fallen Max Geschwill (Knieprobleme), Semir Telalovic (Schulter-OP), Marvin Obuz (Bänderriss), Jaka Cuber Potocnik (Sprunggelenksverletzung) und Paul Pöpperl (Kreuzbandriss) weiter aus – und können somit vorerst nicht dazu beitragen, das neue Etappenziel zu erreichen.

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