Auch Jahr für Jahr erhöhte Preise können die Fans des Fußball-Drittligisten Rot-Weiss Essen nicht davon abhalten, Zeit und Geld für ihren Herzensverein zu investieren. Wie schon in der vergangenen Spielzeit ist es dem Traditionsverein problemlos gelungen, alle 11.907 verfügbaren Dauerkarten zu verkaufen. Wäre der geplante Stadionausbau an der Hafenstraße bereits vollzogen, hätten es noch deutlich mehr werden können, obwohl die Tickets für die RWE-Heimspiele kontinuierlich steigen.
Für die Abo-Tickets für die Saison 2026/27 müssen RWE-Anhänger wieder tiefer in die Tasche greifen. Der Preis für Vollzahler in der Kategorie 1 liegt bei 608 Euro, zuletzt waren es 576 Euro. Auch in der Kategorie 2 (528 Euro, vorher 496 Euro), Kategorie 3 (448 Euro, vorher 416 Euro) und Kategorie 4 (256 Euro, vorher 240 Euro) ziehen die Preise an. Für Mitglieder, Schwerbehinderte, Rollstuhlfahrer und Kinder wird es ebenfalls teurer. Der Preis für Familienkarten wurde von 272 auf 288 Euro (pro Person) erhöht. Mit einem Durchschnittspreis von 392 Euro pro Dauerkarte liegt Rot-Weiss Essen im Liga-Vergleich auf dem zweiten Platz, nur Fans von Zweitliga-Absteiger Preußen Münster müssen noch mehr bezahlen. Das zeigt eine Tabelle des Portals „liga3-online“.
In Münster müssen Fans im Schnitt 425,50 Euro für eine Dauerkarte investieren. Das liegt aber auch daran, dass die Anhänger der Adlerträger freiwillig einen Solidaritätsbeitrag, den „Kurventaler“, bezahlen, damit die Fankurve werbefrei bleibt.
Auf Rang vier im Gesamtranking steht der Essener Lokalrivale MSV Duisburg, obwohl die Dauerkartenpreise der Zebras im Vergleich zur Vorsaison unverändert geblieben sind. Der teuerste Sitzplatz in Duisburg kostet im Jahres-Abo 585 Euro, für einen Stehplatz werden 240 Euro fällig. Auch beim MSV haben die hohen Preise keine negativen Auswirkungen auf die Verkaufszahlen. Knapp zwei Wochen vor dem Saisonstart haben die Meidericher über 9000 Dauerkarten verkauft, eine beachtliche Zahl.
Weniger als in Essen und Duisburg zahlen im Schnitt die Fans von Absteiger Fortuna Düsseldorf und Hansa Rostock. Die Düsseldorfer bieten zwar die teuerste Sitzplatz-Dauerkarte (650 Euro) der Liga an, sind im Schnitt (341 Euro) aber nur auf dem siebten Platz im Ranking der Dauerkartenpreise. Hansa Rostock liegt mit einem Durchschnittspreis in Höhe von 334 Euro auf Platz acht.
Auffällig sind die deutlichen Unterschiede zwischen den Vereinen. Beim FC Ingolstadt, dem Klub mit den günstigsten Dauerkarten-Preise der 3. Liga, werden im Schnitt nur 225 Euro für ein Jahresabo fällig. Mit 305 Euro im Schnitt (Platz 14) kommen auch die Fans von Alemannia Aachen sehr günstig weg. Am Tivoli kostet die Dauerkarte somit im Schnitt 87 Euro weniger als in Essen. Die gesamte Tabelle der 3. Liga gibt es hier.