Essen – Die Euphorie nach dem ersten Saisonsieg von Rot-Weiss Essen war enorm groß. Durch den erkämpften 1:0-Sieg gegen Havelse konnte der Pott-Klub den Fehlstart abwenden und mit gestärktem Selbstvertrauen in die doppelte Pokalwoche gehen. Die Herausforderungen könnten dabei kaum unterschiedlicher sein. Doch Abwehr-Chef Ben Hüning (21) ist zuversichtlich.
Zunächst muss Essen die vermeintlich kleinere Hürde nehmen. Am Mittwoch (18 Uhr) spielt der Fast-Aufsteiger gegen den SV Sonsbeck (Oberliga) im Niederrheinpokal. Ein wichtiges Spiel, denn der Wettbewerb ist das goldene Ticket für den DFB-Pokal, falls es über die Liga (RWE müsste in den Top 4 landen) nicht gelingt.
Am Sonntag (18 Uhr/Sky) steht dann die erste Runde im DFB-Pokal an. Mit St. Pauli kommt eine große Herausforderung an die Hafenstraße. Doch gerade nach dem ersten Sieg scheint Essens Hüning eine breite Brust zu haben: „Ich denke, dass wir gegen St. Pauli mithalten werden. Hier an der Hafenstraße ist es bekannt, dass sehr viel möglich ist. Gerade im DFB-Pokal, bei einem Abendspiel vor heimischer Kulisse. Das wird sehr geil.“ Und weiter: „Wenn wir da als Team auftreten wie gegen Havelse und stabil sind, rechne ich uns gute Chancen aus. Dann muss erstmal ein guter Zweitligist herkommen und gewinnen.“ Der Bundesliga-Absteiger aus Hamburg startete mit zwei Unentschieden in die neue Saison, wartet also noch auf das erste Erfolgserlebnis.
Fakt ist: In der vergangenen Pokal-Saison schied RWE in der ersten Runde gegen den Revier-Nachbarn aus Dortmund (0:1) aus. Dabei zeigte der Drittligist allerdings eine beachtliche Leistung und brachte den BVB mehrfach zur Verzweiflung. Das soll sich jetzt aus RWE-Sicht wiederholen und im besten Fall erfolgreich enden. Schließlich geht es auch um die Prämie in Höhe von 423 772 Euro. Viel Kohle für den Drittligisten – Geld, das weitere Spielräume schaffen würde