Bislang hielten sich die Verantwortlichen von Rot-Weiss Essen in dieser Saison mit Kritik an den Schiedsrichtern zurück. Doch im YouTube-Format "Was geht, RWE?!" nahm Vorstandsvorsitzender Marc-Nicolai Pfeifer nun Stellung.

"Nicht vom Glück verfolgt"​


Wie Pfeifer betont, habe man sich bislang "ganz bewusst" mit Kritik an Schiedsrichtern zurückgehalten. Dass sich die Verantwortlichen nun doch äußern, hängt unter anderem mit der Partie bei Energie Cottbus vor eineinhalb Wochen zusammen, als RWE nach Einschätzung von liga3-online.de-Experte Babak Rafati gleich dreimal benachteiligt wurde: So hätte es einen Elfmeter geben müssen, Energie-Verteidiger Nyamekye Awortwie-Grant hätte in dieser Szene die rote Karte sehen müssen, außerdem war der Freistoß vor dem 3:3 unberechtigt.

Doch es gehe nicht nur um die Partie in Cottbus, wie Pfeifer betont. "Die Entscheidungen gegen uns ziehen sich ein bisschen durch die Spielzeit. Wir haben in Summe 19 Fehlentscheidungen gegen uns. Gegentore, Tore, die nicht gegeben wurden, oder rote Karten. Aktuell sind wir da nicht vom Glück verfolgt." Wie Pfeifer auf 19 Fehlentscheidungen kommt, ist jedoch offen. Nach Auswertung der von Rafati analysierten Szenen steht RWE bei 14 Fehlentscheidungen, was im Liga-Vergleich den dritten Platz bedeutet. Auf der anderen Seite profitierte RWE erst achtmal von einer Fehlentscheidung und belegt damit Platz 15. Aufgrund dieses Ungleichgewichts ist der Frust der Essener nachvollziehbar.

Gegen den FCS "zu passiv" nach Führung​


Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Essen in Cottbus der Wucht des Stadions in der Schlussphase nichts mehr entgegenzusetzen hatte und die Partie vor allem deswegen binnen neun Minuten komplett aus der Hand gab. Auch gegen Saarbrücken verspielte RWE am letzten Sonntag im eigenen Stadion eine Führung. Pfeifer sprach diesbezüglich davon, dass die Mannschaft nach dem frühen 1:0 "zu passiv" geworden sei.

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