Uwe Koschinat: Riesige Lust auf einen Sieg – Rot-Weiss Essen

RWE-Cheftrainer vor Heimspiel gegen 1.FC Saarbrücken im „kurze fuffzehn“-Interview.

Uwe Koschinat: Riesige Lust auf einen Sieg – Rot-Weiss Essen

Erwartet ein schwieriges Heimspiel gegen Saarbrücken: RWE-Trainer Uwe Koschinat.(Foto: Markus Endberg)

Kaum zu glauben, aber wahr: An diesem Sonntag (26. April) steigt ab 16.30 Uhr im Stadion an der Hafenstraße bereits das vorletzte Heimspiel der laufenden Saison 2025/2026 von Rot-Weiss Essen in der 3. Liga. Mit dem 1. FC Saarbrücken ist ein Traditionsklub zu Gast, der vier Runden vor dem Saisonende noch einige Punkte für den Klassenverbleib benötigt. Das Team von RWE-Trainer Uwe Koschinat hat dagegen noch alle Chancen auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga, kann es nach wie vor aus eigener Kraft schaffen. Vor dem Duell mit seinem früheren Verein stellte sich Uwe Koschinat wie immer ausführlich den Fragen der Redaktion der „kurzen fuffzehn“.

Hallo Uwe! Mit dem 3:5 beim FC Energie Cottbus liegt ein in nahezu sämtlichen Belangen besonderes Spiel hinter dem Team. Wie blickst Du darauf zurück?
Uwe Koschinat:
Wir haben die Partie wie gewohnt aufgearbeitet. Wenn man es komplett nüchtern betrachtet, war es ein vergleichsweise normales Fußballspiel, wie es immer mal wieder vorkommt. Wegen der der hohen Emotionalität fühlte es sich jedoch anders an. Unter dem Strich hat unsere Mannschaft über 70 Minuten eine sehr gute Leistung gezeigt und völlig verdient 3:1 geführt. In der Schlussphase hat das Spiel nach dem Anschlusstreffer durch den Foulelfmeter von Cottbus jedoch eine Eigendynamik entwickelt, die mit der individuellen Klasse von Spielern wie Tolcay Cigerci und Erik Engelhardt, aber auch mit der Wucht des Stadions zu tun hatte. Da haben wir es nicht mehr geschafft, mit Power dagegen zu halten.

Wie sehr schmerzt die Niederlage?
Es fühlte sich natürlich brutal bitter an, zumal wir schon das Hinspiel gegen Cottbus sehr unglücklich verloren haben. So sind wir gegen einen direkten Konkurrenten ohne Punkte geblieben, obwohl wir in 150 von 180 Minuten die bessere Mannschaft waren. Das müssen wir akzeptieren und den Blick nach vorne richten.

Befürchtest Du, dass die Partie Nachwirkungen haben wird?
Klares Nein. Das Auftreten der Mannschaft war sehr gut. Wir haben über weite Strecken der Partie eine hohe Widerstandsfähigkeit gezeigt und waren im gegnerischen Stadion sogar dominant, besonders in den ersten 25 Minuten. Das hat auch Energie Cottbus anerkannt. Am Ende ist uns das Spiel entglitten, ja. Wir haben uns jedoch geschüttelt und die Niederlage abgehakt. Das Team ist sehr gefestigt, hat nach dem Cottbus-Spiel Wut im Bauch und richtig Bock, das Bestmögliche aus dieser Sason herauszuholen. Das wollen wir gegen Saarbrücken zeigen.

Der FCS wurde vor der Saison zu den Aufstiegsaspiranten gezählt, hat jetzt aber den Klassenverbleib noch nicht sicher. Wie schätzt Du den Gegner ein?
In der Tat hatte der Verein eigentlich den Anspruch, erneut ganz oben mitzuspielen. Die Qualität der einzelnen Spieler ist auch nach wie vor sehr hoch – vom Torwart bis zum Mittelstürmer. Von daher ist es schwierig zu bewerten, warum es sportlich nicht gut läuft, obwohl das Team beispielsweise mit Florian Pick auch über einen Unterschiedsspieler verfügt, der persönlich eine sehr gute Saison spielt. Ich denke, dass der Kopf eine wesentliche Rolle spielt. Die laufende Neustrukturierung im Klub und die Trainerwechsel gehen an den Spielern nicht spurlos vorbei. Dennoch werden wir auf einen starken Gegner treffen, gegen den wir unsere optimale Leistung benötigen, um erfolgreich zu sein.

Welche Marschroute wirst Du dem Team mit auf den Weg geben?
Wir müssen und werden alles in die Waagschale werfen, um die drei Punkte in Essen zu behalten und unsere gute Ausgangsposition zu verteidigen. Wir sind an der Hafenstraße eine Macht und wollen auch gegen Saarbrücken die Wucht des Stadions nutzen. Alle Fans, die uns unterstützen, haben riesige Lust auf einen Sieg. Je näher die Ziellinie kommt, umso größer wird die Leidenschaft, sie auch zu erreichen. Das wollen wir auf den Platz bringen.

Lucas Brumme steht nach abgelaufener Gelbsperre wieder zur Verfügung. Wird er auch in die Anfangsformation zurückkehren?
Lucas ist ein sehr wichtiger Spieler für uns, hatte in den Wochen vor seiner Pause eine stabile Form. Deshalb verrate ich sicherlich kein Geheimnis, wenn ich an dieser Stelle ankündige, dass er von Beginn an auflaufen wird.

Sind sonst alle Spieler einsatzfähig?
Beim Spiel in Cottbus hatte Ramien Safi mit Krämpfen zu kämpfen, auch Jannik Hofmann klagte über leichte Probleme. Beide konnten in dieser Woche aber wieder voll trainieren. Von daher kann ich voraussichtlich auf alle Spieler zurückgreifen.

Uwe Koschinat: Riesige Lust auf einen Sieg – Rot-Weiss Essen

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