Fans des Fußball-Drittligisten Rot-Weiss Essen sind sehr leidensfähig



Fans des Fußball-Drittligisten Rot-Weiss Essen sind sehr leidensfähig. Diese Eigenschaft musste sich die Anhängerschaft des Traditionsklubs vor allem in den letzten beiden Jahrzehnten aneignen, die sportlich nur selten erfolgreich waren. Vor 19 Jahren waren die Essener zuletzt zweitklassig, zwischendurch ging es nach einer Insolvenz bis in die fünfte Liga runter. In diesem Sommer sollte die triumphale Rückkehr in die 2. Bundesliga gefeiert werden. Das ist nach wie vor der Wunsch des Klubs und seiner Fans, nach drei schweren Pleiten in Folge sind die Chancen allerdings deutlich gesunken. Am letzten Samstag gab es eine 1:6-Klatsche beim VfB Stuttgart II, die deutliche Spuren hinterlassen hat.

Vor der Partie in Aspach hatten sich die Essener Anhänger mit Karten für die letzten beiden Saisonspiele eingedeckt. Die 4100 Tickets für die letzte Partie in Ulm waren nach wenigen Stunden vergriffen. Aufgrund des überraschenden Einbruchs ihrer Mannschaft müssen die Erwerber der Karten nun befürchten, Geld und Zeit für ein Spiel im 400 Kilometer entfernten Ulm zu investieren, das keine große sportliche Bedeutung mehr haben könnte. Nicht wenige Fans haben ihre Tickets nach dem jüngsten Debakel gegen Stuttgart aus purem Frust in diversen Ticketbörsen wieder zum Verkauf angeboten.

Rot-Weiss Essen: Fans möchten sich um 9 Uhr in Borbeck treffen​

„Alle in Rot gegen Verl!“ – die Fans von Rot-Weiss Essen rufen vor dem Heim-Finale gegen den SC Verl zu einheitlicher Kleidung und zu einem frühen Treffen auf.© ffs
Es gibt jedoch auch zahlreiche RWE-Anhänger, die den Glauben an ihre derzeit strauchelnde Mannschaft und den Aufstieg nicht verloren haben. Allen voran die aktive Fanszene hält an ihrem Plan fest, beim letzten Heimspiel am Samstag (14 Uhr) gegen den Tabellennachbarn SC Verl eine besondere Stimmung zu erzeugen. Schon am Montag, zwei Tage nach dem Stuttgart-Fiasko, wurde ein Banner auf einer Brücke an der Segerothstraße im Universitätsviertel aufgehängt. Dabei wurde dazu aufgerufen, schon um 9 Uhr im roten Shirt in die Dubois-Arena in Borbeck zu kommen.

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Der Plan, den die RWE-Ultras schon vor dem Saarbrücken-Spiel auf ihren Kanälen präsentiert hatten, soll trotz der bitteren Pleitenserie umgesetzt werden. In der altehrwürdigen Dubois-Arena möchten sich die Fans auf das möglicherweise letzte Heimspiel in dieser Saison einschwören. Es wird vor Ort Getränke und Essen geben, nach dem Einsingen geht es gemeinsam zum Stadion.

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Rot-Weiss Essen muss auch um den DFB-Pokal zittern​


So hatten es die Fans von Rot-Weiss Essen auch im Vorjahr gemacht. Damals war der VfL Osnabrück zum letzten Heimspiel der Saison 2024/25 zu Gast an der Hafenstraße. Sportlich ging es um nicht mehr viel, dieses Mal steht noch der Aufstieg in die 2. Bundesliga auf dem Spiel. Zudem muss die Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat auch ihren vierten Platz verteidigen, der zur Teilnahme am DFB-Pokal berechtigt.


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