Das Duell zwischen Rot-Weiss Essen und dem 1. FC Saarbrücken (1:2) hat nicht nur sportlich Spuren hinterlassen, sondern auch abseits des Rasens für Aufmerksamkeit gesorgt. Im Fokus: ein lautstarker Fan, der die TV-Übertragung von "MagentaSport" unfreiwillig prägte.
Marc Mühlenbeck, in der Essener Fanszene als "Titan" bekannt, war während der Partie über das Mikrofon von Kommentator Philip Konrad, der nach eigenen Angaben "inmitten der Fans" saß deutlich zu hören. Sogar so sehr, dass sich Mitarbeiter des Senders nach "WAZ"-Angaben im VIP-Bereich an ihn wandten und ihn baten, leiser zu sein, da seine Rufe "im Fernsehbild zu hören seien und es bereits Beschwerden gegeben habe", wie er laut der Zeitung in einem Statement erklärte.
Die Bitte habe ihn "überrascht – und ehrlich gesagt auch befremdet", so der 44-Jährige. "Als Fußballfan sehe ich es nicht nur als Recht, sondern geradezu als Pflicht an, meinen Verein lautstark und leidenschaftlich zu unterstützen", schrieb er. Gerade weil die Stimmung im Stadion zeitweise verhalten gewesen sei, sei es für ihn "umso wichtiger" gewesen, "die Mannschaft aktiv zu unterstützen".
Mühlenbeck ist in der regionalen Fanszene kein Unbekannter und gilt als besonders engagierter Anhänger. In seinem Statement wirft er grundsätzliche Fragen auf: "Welche Art von Verhalten ist im Stadion – insbesondere in Bereichen wie der VIP-Tribüne – eigentlich erwünscht?" und weiter: "Soll der Fan sich zurücknehmen, um eine möglichst ’saubere' TV-Übertragung zu gewährleisten? Oder darf und soll er Teil der lebendigen Kulisse sein?"
Für Mühlenbeck steht fest: "Fußball lebt von Emotionen. Und diese sollten – auch in unmittelbarer Nähe zur Kamera – ihren Platz behalten." Man darf gespannt sein, ob Mühlenbeck auch im letzten Heimspiel der Essener gegen den SC Verl in zwei Wochen wieder die Rolle des "Co-Kommentators" bei "MagentaSport" einnehmen wird.
https://www.liga3-online.de/fan-sorgt-bei-rwe-spiel-fuer-ungewoehnlichen-tv-moment/
Wurde gebeten, leiser zu sein
Marc Mühlenbeck, in der Essener Fanszene als "Titan" bekannt, war während der Partie über das Mikrofon von Kommentator Philip Konrad, der nach eigenen Angaben "inmitten der Fans" saß deutlich zu hören. Sogar so sehr, dass sich Mitarbeiter des Senders nach "WAZ"-Angaben im VIP-Bereich an ihn wandten und ihn baten, leiser zu sein, da seine Rufe "im Fernsehbild zu hören seien und es bereits Beschwerden gegeben habe", wie er laut der Zeitung in einem Statement erklärte.
Die Bitte habe ihn "überrascht – und ehrlich gesagt auch befremdet", so der 44-Jährige. "Als Fußballfan sehe ich es nicht nur als Recht, sondern geradezu als Pflicht an, meinen Verein lautstark und leidenschaftlich zu unterstützen", schrieb er. Gerade weil die Stimmung im Stadion zeitweise verhalten gewesen sei, sei es für ihn "umso wichtiger" gewesen, "die Mannschaft aktiv zu unterstützen".
Macht Grundsatzdiskussion auf
Mühlenbeck ist in der regionalen Fanszene kein Unbekannter und gilt als besonders engagierter Anhänger. In seinem Statement wirft er grundsätzliche Fragen auf: "Welche Art von Verhalten ist im Stadion – insbesondere in Bereichen wie der VIP-Tribüne – eigentlich erwünscht?" und weiter: "Soll der Fan sich zurücknehmen, um eine möglichst ’saubere' TV-Übertragung zu gewährleisten? Oder darf und soll er Teil der lebendigen Kulisse sein?"
Für Mühlenbeck steht fest: "Fußball lebt von Emotionen. Und diese sollten – auch in unmittelbarer Nähe zur Kamera – ihren Platz behalten." Man darf gespannt sein, ob Mühlenbeck auch im letzten Heimspiel der Essener gegen den SC Verl in zwei Wochen wieder die Rolle des "Co-Kommentators" bei "MagentaSport" einnehmen wird.
https://www.liga3-online.de/fan-sorgt-bei-rwe-spiel-fuer-ungewoehnlichen-tv-moment/