Ein Blick durch die rot-weisse Brille.
Kerl inne Kiste, ich weiß gar nich genau, wat ich hier schreiben soll. Dat Einfachste wär, ich würd jetzt auffe Mannschaft draufkloppen und irgendwat vom Versagen und von sich inne Buchse befindenden Kötteln erzählen. So ein 6:1 beim VfB Stuttgart hinterlässt auffe Fanseele unfassbar schmerzhafte Wunden und reflexartig wird bei vielen Fans aus den Schmerzen Wut. Und jeder weiß, dat Wut irgendwann auch ma raus muss.
Hier wird jetzt aber nich gewütet. Denn am Ende sacht mir mein Verstand, dat weder der Uwe noch seine Bengels aufm Platz mit der aktuellen Situation glücklich sind. Dat Gegenteil is der Fall. Die sind alle schockiert gewesen und keiner hat damit gerechnet.
Ich mein, dat musse dir ma auffe Zunge zergehen lassen: Bis zur 72. Minute im Spiel gegen Cottbus bist du sieben Punkte vor Platz drei und dir scheint die Sonne ausm Arsch! Und dann bekommse letztlich inne letzten drei Spielen 13 Gegentore, null Punkte und verlierst neben der guten Ausgangsposition auch jegliches Selbstvertrauen und auch noch die riesige Chance, unseren geilen Verein inne zwote Liga zu führen. Ker, machen wir uns ma nix vor… den Uwe hätten wir fast am liebsten aus Bronze direkt neben den Boss gestellt.
Getz sieht et ganz anders aus. Aber ich bleibe dabei: Hier wird nich draufgehauen. Mein Opa hat imma gesacht: „Jung, wer immer nur nach hinten guckt, der streckt der Zukunft den Arsch entgegen!“ Und deswegen will ich jetzt einfach mal nach vorne gucken.
Inne Zukunft stehen noch zwei schwere Spiele an. Dat is heute gegen Verl. Schweineschwer. Und dann gegen Ulm. Da kommen bei den geneigten RWE‑Fans sofort Gedanken an Burghausen oder Lübeck hoch. Wenn unsere Roten et aber wieder mal schaffen, sich selber anne Haare ausse Kacke zu ziehen, dann steht am Ende zu 100 % Platz vier und damit der DFB‑Pokal auffe Habenseite. Nich dat wat wir wollten, aber sicher auch ein großer Erfolg. Und die Streifenesel und Energie müssen auch noch ihre beiden Spiele gewinnen, wenn sie den Osnasen in Liga 2 folgen wollen.
Ich weiß, ich weiß… is viel „wenn“, „wäre“ und „hätte“… Aber eins is ja wohl ma klar: Am Ende kackt die Ente! Und mit die Ente hatten wir hier anne Hafenstraße schonmal sehr viel Glück… Noch vor vier Jahren ham wir auffe Zielgeraden Münster zwei Spieltage vor Schluss überholt. Et is also immer alles möglich. Dafür müssen wir alle zusammen jetzt dat 6:1 ausse Köppe kriegen. Der Glaube mag viele verlassen haben. Die Hoffnung stirbt aber erst dann, wenn allet vorbei is. Also RWE: die Scheuklappen aufsetzen und noch zwei Mal gewinnen. Am Ende wird abgerechnet!
Nur der RWE


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