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"Wäre eine Katastrophe": Koschinat fühlt mit unzufriedenen Spielern

"Wäre eine Katastrophe": Koschinat fühlt mit unzufriedenen Spielern

Kevin Jung 28.08.2026 18:04 Uhr

Katastrophale Stimmung nach dem 2:5 in Saarbrücken, nur wenig Euphorie nach dem knappen 1:0-Sieg gegen Havelse. Die Stimmung bei Rot-Weiss Essen drohte früh zu kippen, aber der Erfolg im DFB-Pokal gegen St. Pauli brachte wieder Ruhe herein. So soll es nun auch gegen Wehen Wiesbaden weitergehen – einem Gegner, so Uwe Koschinat, der aufgrund seines Fehlstarts brandgefährlich sei.

"Fehlstart nicht überbewerten"

Der Sieg gegen St. Pauli hat die Nerven an der Hafenstraße beruhigt. So weit ist der SV Wehen Wiesbaden noch nicht, denn am Samstag (14 Uhr) wollen die Hessen erst einmal einleiten. Zwei Niederlagen in der Liga, dazu das Aus im Pokal gegen Leverkusen – und das alles unter einer Sintflut an Gegentoren. RWE-Coach Uwe Koschinat ist gewarnt. "Mit dem SVWW erwartet uns ein Gegner, bei dem man den Fehlstart nicht überbewerten sollte", fand der 54-Jährige. "Das ist eine Mannschaft, die sich jetzt noch einmal erheblich verstärkt hat, die insgesamt auf allen Positionen mit sehr, sehr viel Erfahrung besetzt ist, und die sehr, sehr höhe Ansprüche hat." Von den bisherigen Ergebnissen dürfe sich in Essen daher niemand blenden lassen.

Aber Koschinat fühlt sich vorbereitet. "Nach der Niederlagenserie bin ich mir sehr, sehr sicher, dass Wehen mit extremer Schärfe in dieses Spiel gehen wird. Sie werden sehr, sehr körperlich sein, und ich bin auch fest davon überzeugt, dass sie entsprechend körperlich aufstellen werden. Sehr, sehr robust", prognostizierte der RWE-Coach – und stellte sich unter anderem darauf ein, dass eine Doppelspitze mit Marcus Müller und Moritz Flotho möglich sein könnte, um auf die zweiten Bälle zu gehen. Neben einer Rückkehr von SVWW-Kapitän Florian Hübner, der die Abwehr wieder stabilisieren soll, erwartete Koschinat zudem noch Ex-Bundesliga-Profi Roberto Massimo. Wird Wiesbadens Cheftrainer auf diese Annahmen anspringen?

Koschinat fände Zufriedenheit katastrophal

So oder so – Koschinat erwartete den stärkstmöglichen Gegner, der sich in dieser Saison auch weitestgehend unter Wert verkauft hat. "Gegen Münster war es ein Spiel, das sehr, sehr eng war. Das hätte Wiesbaden auch auf seine Seite ziehen können. (…) Gegen Würzburg war es etwas anderes, und da ist es eigentlich ein Skandal gewesen, dass die Wehener nach einer Viertelstunde nicht mindestens mit einem, eher sogar mit zwei Toren führten. Danach haben sehr, sehr stark den Faden verloren", analysierte der Essener Fußballlehrer das bisherige Geschehen beim kommenden Gegner. Und doch war dem 54-Jährigen klar: "Ich bin fest davon überzeugt, dass der Gastgeber die richtigen Schlüsse daraus gezogen haben wird."

Mit breiter Brust – und breit aufgestellt – geht RWE in die kommende Partie. Abgesehen von Michael Kostka (Oberschenkelprobleme) stehen dazu alle Spieler zur Verfügung, weshalb Akteure wie José Enrique Ríos Alonso oder Gianluca Swajkowski, die offenkundig unzufrieden mit ihrer derzeitigen Rolle sind, wieder die Bank oder gar die Tribüne droht. "Das wäre eine Katastrophe, wenn Spieler, die nicht in der Startformation stehen, trotzdem eine gewisse Zufriedenheit hätten", fand Koschinat. "Am Ende geht es immer darum, sehr, sehr genau zu beobachten, wie sich die Unzufriedenheit ausdrückt. Wird sie ein Stück weit zur Schau gestellt und behindert sie das Team am Erfolg? Das sehe ich bei beiden Spielern nullkommanull." Beide Akteure seien, genauso wie alle weiteren Reservisten, im Dienst der Mannschaft gefordert – und könnten sich bei Essens kleiner Kadergröße auch schnell wieder in den Vordergrund spielen.

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