Nach dem DFB-Pokalspiel gegen den FC St. Pauli beschäftigt Rot-Weiss Essen ein möglicher Vorfall auf der Haupttribüne. Wie der Klub mitteilte, sollen einzelne Zuschauer eine Mitarbeiterin des FC St. Pauli nach Abpfiff beleidigt und sexuell diskriminiert haben.
In einer Stellungnahme teilte RWE mit, Berichte über den Vorfall erhalten zu haben. Der Verein stellte klar, dass ein solches Verhalten keinen Platz im Umfeld des Klubs habe, sollten sich die Vorwürfe bestätigen. "Wir verurteilen jede Form von Diskriminierung und persönlichen Anfeindungen", heißt es in der Mitteilung. Zudem bedauere man, dass sich die betroffene Mitarbeiterin einer solchen Situation ausgesetzt gesehen habe.
Beim FC St. Pauli und der betroffenen Mitarbeiterin entschuldigte sich der Verein ausdrücklich. Die Essener kündigten zugleich an, den Fall aufzuklären. "Auch im aktuellen Fall werden wir den Sachverhalt prüfen und – sofern sich die Vorwürfe bestätigen und die Verantwortlichen identifiziert werden können – die notwendigen Konsequenzen ziehen."
Dabei verwies der Klub auf einen vergleichbaren Fall aus der Vergangenheit. Im Dezember 2024 sei ein Zuschauer nach einem fremdenfeindlichen Ausruf während einer Schweigeminute identifiziert und sanktioniert worden. Gegen die betreffende Person seien damals ein Stadionverbot ausgesprochen, Strafanzeige erstattet und zusätzlich zivilrechtliche Schritte eingeleitet worden.
Zudem betonte RWE: "Rot-Weiss Essen steht für Leidenschaft, Emotion und eine lebendige Fankultur. Genauso klar stehen wir für Respekt und gegen Diskriminierung". Beide Werte seien für den Klub untrennbar miteinander verbunden. Der FC St. Pauli teilte gegenüber der "Mopo" mit: "Wir werden daraus auch intern Konsequenzen ziehen und Maßnahmen ergreifen, um uns besser gegen übergriffiges Verhalten zu schützen und uns gegenseitig noch stärker zu unterstützen."