Für den SV Sonsbeck steht am Mittwochabend (19. August, 18 Uhr) das große Pokalspiel an. In der ersten Runde des Niederrheinpokals empfängt der niederrheinische Oberligist Rot-Weiss Essen im heimischen Willy-Lemkens-Sportpark. Für Sonsbeck ist das Duell gegen den Drittligisten ein echtes Highlight – und Trainer Heinrich Losing glaubt durchaus an die kleine Sensation.
Die Vorfreude im Verein ist jedenfalls groß. „Wie ich hörte, haben wir knapp 1000 Karten verkauft. Ich hoffe aber, dass noch einige hundert Zuschauer mehr kommen. Das hätte sich die Mannschaft verdient“, sagt Losing vor dem Duell mit RWE. Der Sonsbecker Sportpark bietet für 2500 Fans Platz.
Schon nach der Auslosung war die Freude beim ehemaligen ETB-Kapitän groß. „Das kommt sehr überraschend. Ich dachte, dass wir in der ersten Runde gar nicht auf die treffen können“, erinnert sich Losing lachend. Umso größer sei anschließend die Begeisterung gewesen: „Aber Hammer! Wir sind sehr glücklich über das Los. Wir freuen uns auf Rot-Weiss Essen und seine Fans. Das wird natürlich wieder eine tolle Geschichte für den ganzen Verein SV Sonsbeck.“
Losing hat selbst eine besondere Vergangenheit mit RWE. 2010 gewann er als Kapitän des ETB Schwarz-Weiß im Derby an der Hafenstraße den Niederrheinpokal. Jetzt möchte er den Essener Drittligisten erstmals auch als Trainer ärgern. „Das war damals sehr schön“, sagt Losing und fügt lachend hinzu: „Vielleicht kann ich auch mal als Trainer gegen RWE gewinnen.“
Wie die Überraschung gelingen soll, hat der 47-Jährige bereits klar vor Augen. Sonsbeck hatte RWE beim 1:3 im November 2024 – damals vor 1530 Zuschauern – bereits ordentlich gefordert. Klaus Keisers (1.) brachte Sonsbeck frühzeitig in Führung und RWE konnte erst in der Schlussphase die drohende Blamage abwenden: Lucas Brumme, (87.), Thomas Eisfeld (90.+1) und Ramien Safi (90.+2) drehten die Partie. „Wir haben RWE schon im November 2024 einen heißen Tanz geboten. Es muss einfach alles passen“, erklärt Losing.
Sein Wunsch-Szenario: „Im besten Fall gehen wir in Führung und jeder erreicht seine Leistungsgrenze. Zudem muss RWE einfach viel Pech haben – eher die Latte als das Tor treffen.“ Für Sonsbeck sei klar, dass gegen den Favoriten ein außergewöhnlicher Tag nötig sei. „Wir brauchen auf jeden Fall auf jeder Position einen Sahnetag.“
Dass Sonsbeck kein einfacher Erstrundengegner im Niederrheinpokal ist, davon konnte sich RWE beim umkämpften 3:1-Sieg im November 2024 überzeugen. Aber auch der MSV Duisburg gewann in den letzten Jahren zweimal gegen Sonsbeck mit jeweils 3:0 – wobei die Sonsbecker den Zebras immer alles abverlangten. „Das wird auch gegen Rot-Weiss Essen wieder der Fall sein“, verspricht Losing.