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Der neue Hauptsponsor-Deal: RWE setzt auf Essener Schulterschluss
WAZ RWE

Der neue Hauptsponsor-Deal: RWE setzt auf Essener Schulterschluss

Julian Witzel 01.07.2026 17:35 Uhr 1 Aufrufe

Rot-Weiss Essen hat einen der wichtigsten wirtschaftlichen Schritte der vergangenen Jahre vollzogen. Ab dem 1. Juli wird die RWE AG neuer Hauptsponsor des Drittligisten und ziert künftig die Brust der Trikots der ersten Mannschaft. Die bisherige Nummer eins, die ifm-Unternehmensgruppe, bleibt dem Verein als Co-Hauptsponsor erhalten und wird künftig auf dem linken Trikotärmel präsent sein. Zudem steigt Thyssenkrupp als neuer Hauptpartner des Nachwuchsleistungszentrums ein. Sämtliche Partnerschaften wurden für drei Jahre geschlossen. Der Deal mit RWE gilt zunächst für drei Jahre.

Die Botschaft der Pressekonferenz im Stadion an der Hafenstraße am Dienstagvormittag war eindeutig: Rot-Weiss Essen setzt künftig auf drei starke Essener Unternehmen, die den Verein langfristig begleiten sollen. Vorstand Alexander Rang sprach von einem „großen weiteren Schritt“ und betonte ausdrücklich, dass es sich nicht um einen Austausch eines Sponsors handle. „Wir ersetzen heute keinen Hauptsponsor, sondern gewinnen zusätzliche Möglichkeiten für Rot-Weiss Essen“, sagte Rang. Besonders hob er hervor, dass der Wechsel auf der Trikotbrust überhaupt erst möglich geworden sei, weil die ifm-Gruppe freiwillig Platz gemacht habe: „ifm ist mehr als ein Partner. Das ist eine Partnerschaft, die im Fußball fast einzigartig ist.“

Rot-Weiss Essen: ifm-Vorstand Marhofer spricht von „weinenden Auge“

Auch ifm-Vorstand Michael Marhofer machte deutlich, dass die Entscheidung zwar mit einem „weinenden Auge“, gleichzeitig aber mit großer Überzeugung getroffen worden sei. „Wenn wir Rot-Weiss Essen weiterentwickeln wollen in Richtung 2. Bundesliga, dann geht das nur auf vielen Schultern.“ Deshalb freue sich die Unternehmensgruppe, dass mit der RWE AG ein weiterer starker Partner Verantwortung übernehme.

Für die RWE AG schließt sich damit ein Kreis. Bislang engagierte sich der Energiekonzern bereits als Hauptförderer der RWE-Jugend, künftig steht das bekannte Kürzel auch auf der Trikotbrust der Profis. Deren Vorstandschef Markus Krebber sprach von einer besonderen Verbindung zwischen Unternehmen und Verein. „Rot-Weiss Essen ist mehr als ein Fußballverein. Er ist ein bedeutendes Aushängeschild der Stadt, verbindet Menschen und steht für Heimat.“ Mit einem Schmunzeln ergänzte er: „Ich freue mich besonders, dass jetzt endlich die Partnerschaft zwischen RWE und RWE noch stärker wird.“

RWE: Vorstandsetage spricht von „Meilenstein“ im Essener Sponsoring

Vereinschef Marc-Nicolai Pfeifer ordnete die neuen Partnerschaften als weiteren „Meilenstein“ der wirtschaftlichen Entwicklung ein. Seit seinem Amtsantritt habe der Klub große Fortschritte erzielt, nun werde diese Entwicklung erneut sichtbar. Gleichzeitig trat der Vorstand auf die Euphoriebremse. Zwar bleibe die 2. Bundesliga das klare Ziel, dennoch wolle der Verein den eingeschlagenen Weg weiter mit Augenmaß gehen. „Sportlicher Erfolg beginnt mit wirtschaftlicher Stabilität – nicht umgekehrt“, sagte Pfeifer. Man wolle den Etat zwar weiter erhöhen, jedoch „nachhaltig, bodenständig und ohne kurzfristige Risiken“. Der Aufstieg bleibe das perspektivische Ziel, „aber nicht um jeden Preis“.

Dass die Sponsoren dieses Ziel teilen, wurde mehrfach deutlich. Sowohl die RWE AG als auch ifm bekannten sich offen zur Mission 2. Bundesliga. Gleichzeitig betonten beide Unternehmen, sich nicht in sportliche Entscheidungen einzumischen. Auf Nachfrage erklärte Mahlhofer jedoch, dass man in Einzelfällen – etwa bei einem besonderen Wunschtransfer – bereits finanzielle Unterstützung geleistet habe. Voraussetzung sei allerdings immer gewesen, dass der Verein wirtschaftlich vernünftig handle und keine Risiken eingehe.

Mit dem Sponsorenpaket verschafft sich Rot-Weiss Essen vor dem Start in die neue Saison vor allem eines: Planungssicherheit. Drei große Essener Konzerne tragen künftig die wirtschaftliche Basis des Vereins – ein starkes Signal für die ambitionierten Ziele an der Hafenstraße.

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