Nach eineinhalb Jahren gehen Rot-Weiss Essen und Ahmet Arslan ab sofort getrennte Wege. Das gab RWE am Dienstag bekannt. Wohin es den 31-Jährigen zieht, ist noch offen.

Zuletzt nur noch Reservist​


14 Tore und fünf Vorlagen: In der vergangenen Saison war Arslan der Topscorer bei Rot-Weiss Essen und hatte großen Anteil daran, dass RWE nach der schwachen Hinrunde den Klassenerhalt feiern durfte. In der laufenden Spielzeit waren die Dienste des 31-Jährigen zuletzt immer seltener gefragt. Nachdem er an den ersten 17 Spieltagen noch 15 Mal in der Startelf stand (vier Tore, zwei Vorlagen), reichte es seitdem nur noch zwei Kurzeinsätzen. Beim Spiel in Aachen saß Arslan am Sonntag über 90 Minuten nur auf der Bank. Dabei hätte Trainer Uwe Koschinat sogar noch einmal wechseln können. Bereits in den letzten Wochen hatte sich angedeutet, dass sich die Wege trennen könnten, nun ist sein Abschied fix.

"Wir bedanken uns bei Ahmo für seinen Einsatz für den Verein", sagt Profifußball-Direktor Marcus Steegmann und betont, dass seine Führungsqualitäten nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz eine Bereicherung für RWE gewesen seien. "Das haben nicht nur alle im Verein, sondern auch die Fans auf den Rängen gespürt und honoriert." Nach einem "offenen Austausch" habe RWE nun dem Wunsch des Offensivspielers nach einer "sportlichen Veränderung" entsprochen. "Er hat sich im gesamten Prozess professionell verhalten und die Mannschaft als Vizekapitän weiter unterstützt. Wir wünschen ihm für die Zukunft sportlich wie privat alles Gute."

"Hatte eine sehr geile Zeit bei RWE"​


Wohin es den 31-Jährigen ziehen wird, ist noch offen. Eine Option wäre Australien, wo das Transferfenster am heutigen Dienstag schließt. Im vergangenen Sommer soll Arslan laut dem "RevierSport" eine Anfrage des Sydney FC vorliegen gehabt haben. Möglich wären aber auch ein Wechsel in die Schweiz, wo Transfers noch bis zum 16. Februar möglich sind.

Arslan war im Sommer 2024 aus Magdeburg nach Essen gewechselt. Insgesamt stand er in 63 Pflichtspielen auf dem Platz, erzielte dabei 20 Tore und bereitete neun weitere Treffer vor. Zum Abschied sagt er: "Ich hatte eine sehr geile Zeit bei RWE. Die Mitspieler, die Kollegen und die Fans – das alles hat sehr zu mir gepasst. Ich freue mich, dass ich meinen Teil zum Erfolg der Mannschaft beitragen konnte." Umso schwerer falle ihm der Abschied. "Jetzt freue ich mich aber auf eine neue Aufgabe. Ich wünsche dem Verein und den Verantwortlichen alles Gute und noch eine erfolgreiche Restsaison."

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