Jakob Sachse tritt in Lex Lobingers große Fußstapfen.
Der FC Viktoria Köln steht aktuell mit 38 Punkten auf Platz 10. (Foto: FC Viktoria Köln)
Wenn der FC Viktoria Köln am Sonntag, 22. März, ab 19.30 Uhr Rot-Weiss Essen zum Abschluss des 30. Spieltages im Sportpark Höhenberg empfängt, dann werden zwei Leistungsträger der Gastgeber, die beim Essener Erfolg im Hinspiel (1:0) noch auf dem Platz standen, nicht mehr dabei sein. Die Kölner mussten in der Winterpause nicht nur ihren Stammtorhüter Dudu ersetzen. Auch Top-Torjäger Lex Tyger Lobinger verließ den Klub.
An die neun Treffer des 27-Jährigen in 17 Spielen der ersten Saisonhälfte kommt bis heute noch keiner seiner nun ehemaligen Mitspieler heran. Seit seinem Wechsel im Sommer 2024 nach Köln traf der ehemalige Zweitliga-Angreifer (60 Einsätze, zwei Tore) in 54 Drittliga-Spielen 24-mal und war im Mai 2025 als Finaltorschütze auch maßgeblich am Gewinn des Mittelrheinpokals beteiligt. Ein halbes Jahr vor seinem Vertragsende wechselte Lobinger innerhalb der 3. Liga zu Aufstiegsanwärter MSV Duisburg. Für die „Zebras“ steuerte er in neun Partien auch schon wieder fünf Treffer bei.
Damit damit noch nicht genug in der zurückliegenden Transferphase: Kurz vor dem Ende der Wechselfrist schloss sich Stammtorhüter Dudu dem portugiesischen Erstligisten CF Estrela Amadora an. Dort ist der 27-Jährige nun ein Teamkollege des ehemaligen RWE-Mittelfeldspielers Tom Moustier.
Kurz vor dem Ende der Winterwechselperiode war Valentin Schäfer für den FC Viktoria Köln erstmals in seiner neuen Funktion tätig. Der bisherige Chefscout und Kaderplaner hatte Anfang Februar die Nachfolge des Sportlichen Leiters Stephan Küsters angetreten. Nachdem sich Küsters und der Verein zunächst darauf verständigt hatten, den im Sommer auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern, einigten sich beide Seiten auf eine sofortige Trennung. Ab Mai 2023 war der 54-Jährige, der bereits von Juli 2014 bis Januar 2018 den sportlichen Bereich leitete, zum zweiten Mal für Viktoria Köln tätig.
„Als klar war, dass sich die Wege von Viktoria Köln und Stephan Küsters trennen, war Valentin unsere absolute Wunschlösung“, so Sport-Vorstand Franz Wunderlich. „Es ist der logische Schritt um den eingeschlagenen Weg als Ausbildungsverein in den nächsten Jahren fortzusetzen. Kaum jemand kennt die Mannschaft und den Verein so gut wie er.“
Valentin Schäfer meint: „Ich bin dem Verein dankbar für das Vertrauen und die Chance, die gute sportliche Entwicklung der letzten Jahre weiter voranzutreiben. In den vergangenen viereinhalb Jahren habe ich Viktoria als Verein und Familie sehr schätzen gelernt und identifiziere mich voll und ganz mit dem Klub und seinen Menschen. Deshalb bedeutet es mir viel, hier den nächsten Schritt gehen zu können.“
An zwei von vier Winter-Verpflichtungen war der gebürtige Berliner, der seit Beginn der Saison 2022/23 erst als Scout und seit Sommer 2024 als Kaderplaner des Profiteams eng in die sportlichen Entscheidungsprozesse eingebunden war, noch maßgeblich beteiligt. Die Lücke im Torhüter-Team wurde mit dem zuletzt vereinslosen David Richter (26, zuvor SV Sandhausen) geschlossen. Er ist aktuell hinter Arne Schulz die Nummer zwei.
Außerdem wurde mit Jakob Sachse kurzfristig noch ein großgewachsener Angreifer gefunden. Der Leihspieler von der U 23 des FC Schalke 04 benötigte dabei keine Anlaufzeit in der neuen Spielklasse. In seinen bisherigen fünf Einsätzen über insgesamt 86 Minuten
erzielte der 19-Jährige bereits zwei Treffer und bereitete ein Tor vor. In der Regionalliga West gehörte der 1,90 Meter große Angreifer mit 14 Scorer-Punkten zu den Leistungsträgern der Schalker U23. Die zunächst auf die laufende Rückrunde befristete Leihe des ehemaligen Nachwuchsspielers von RB Leipzig kann sich über eine leicht zu erreichende Option um ein weiteres Jahr verlängern.


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