VfL Osnabrück mischt mit stabilster Defensive der 3. Liga im Aufstiegsrennen mit – Rot-Weiss Essen

Julian Kania soll für mehr Treffer sorgen.

VfL Osnabrück mischt mit stabilster Defensive der 3. Liga im Aufstiegsrennen mit – Rot-Weiss Essen

Der VfL Osnabrück steht aktuell mit 42 Punkten auf dem dritten Tabellenplatz. (Foto: VfL Osnabrück)

Wenn Rot-Weiss Essen am Samstag, 21. Februar, ab 14 Uhr, im Rahmen des 25. Spieltages in der 3. Liga an der Bremer Brücke zu Gast sein wird, dann bestreitet der heimische VfL Osnabrück bereits sein zweites Spitzenspiel nacheinander. Denn die Lila-Weißen bekommen es bereits an diesem Wochenende im direkten Duell mit dem FC Hansa Rostock zu tun, einem weiteren Konkurrenten um die vorderen Tabellenplätze.

Dass der VfL Osnabrück im Spitzenfeld der Tabelle mitmischt, hat viel mit der defensiven Stabilität zu tun. Lediglich 22 Gegentreffer nach 23 Partien bedeuten unter allen 20 Drittligisten den besten Wert. Auch bei den Spielen zu Null steht der VfL ganz oben. Torhüter Lukas Jonsson und seine Vorderleute konnten beim jüngsten 2:0 im Heimspiel gegen den TSV Havelse bereits zum zwölften Mal nicht überwunden werden. Auch das hat sonst kein anderes Team in dieser Saison geschafft.

„Das ist etwas, was uns allgemein stark macht: Auch den letzten Meter zu gehen und in der Box ekelhaft zu sein“, meint Mittelfeldspieler Fridolin Wagner. „Und all das, was dann auf das Tor geht, hat Jonny meistens. Dann spielen wir einfach zu Null, das ist die Basis. Man hat aber auch Ansätze gesehen, dass es nach vorne immer besser wird. Jetzt probieren wir, das alles immer weiterzuentwickeln und uns stetig zu verbessern.“

Offensiv bedeuten 33 erzielte Treffer den niedrigsten Wert unter den „Top Sechs“ der Tabelle. Dabei helfen, diese Ausbeute zu steigern, soll Julian Kania. Der 24-jährige Angreifer wurde in der Winterpause vom Zweitligisten Arminia Bielefeld ausgeliehen. In der vergangenen Saison hatte Kania mit 14 Treffern maßgeblichen Anteil am Aufstieg der Ostwestfalen. Auch im DFB-Pokal 2024/2025 setzten die Bielefelder und der 1,93 Meter große Stürmer mit dem Einzug ins Finale ein Ausrufezeichen. Auf dem Weg nach Berlin kam Kania in vier Partien zum Einsatz und erzielte dabei zwei Tore – im Achtelfinale gegen den SC Freiburg (3:1) sowie bei der 2:4-Niederlage im Pokalfinale gegen den VfB Stuttgart, wo der Angreifer nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung traf. Auf sein erstes Tor im VfL-Trikot wartet Kania nach vier Einsätzen allerdings noch.

Auch ohne den Winter-Neuzugang in der Startelf verteilte VfL-Cheftrainer Timo Schultz nach dem 2:0 gegen den TSV Havelse viel Lob. „Es ist schon beeindruckend, wie meine Mannschaft, also alle von vorne bis hinten, an die taktischen Grundprinzipien hält“, so der Ex-Profi. „Daher belohnen wir uns auch in den Spielen, in denen wir chancentechnisch auch ein, zwei Gegentore verdient hätten. Aber die fallen eben nicht, weil wir da sind und Bock haben zu verteidigen. Und weil wir geil darauf sind, zu Null zu spielen.“

Mit Blick auf die Gesamtausbeute von 42 Zählern nach 23 Begegnungen sagte der Ex-Profi, der auch schon in der Bundesliga beim 1. FC Köln an der Seitenlinie stand: „Ich habe gar keine Lust und kein Interesse daran zu sagen: Wir gucken mal. Nein, wir wollen aufsteigen! Das habe ich von Anfang an gesagt im Winter. Ich glaube, wir sind nicht der größte Verein und nicht der Verein, der die dickste Kohle an die Spieler zahlen kann. Aber wir haben einen guten Spirit, eine gute Energie und eine geile Truppe, mit allen Themen, die wir haben. Wir sind sicherlich nicht für Tiki-Taka bekannt. Aber es macht keinen Spaß, gegen uns zu spielen. Wir werden jedes Spiel um drei Punkte streiten.“

Das Hinspiel gegen RWE im Stadion an der Hafenstraße endete 1:1. Lars Kehl traf per Elfmeter für den VfL, Tom Moustier glich aber nur wenig später aus.

VfL Osnabrück mischt mit stabilster Defensive der 3. Liga im Aufstiegsrennen mit – Rot-Weiss Essen
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