Uwe Koschinat: Alles für bestmögliche Regeneration getan – Rot-Weiss Essen

RWE-Cheftrainer vor Heimspiel gegen FC Ingolstadt 04 im „kurze fuffzehn“-Interview.

Uwe Koschinat: Alles für bestmögliche Regeneration getan – Rot-Weiss Essen

Erwartet ein schwieriges Heimspiel gegen Ingolstadt: RWE-Trainer Uwe Koschinat.(Foto: Markus Endberg)

Noch sechsmal Daumen drücken! Die Saison 2025/2026 in der 3. Liga ist längst auf der Zielgeraden angekommen. Sechs Runden vor Schluss hat sich Rot-Weiss Essen mit 61 Punkten und Aufstiegsplatz zwei eine sehr gute Ausgangsposition für den Endspurt verschafft. Im Rahmen des 33. Spieltages ist nun an diesem Samstag, 14 Uhr, der FC Ingolstadt 04 im Stadion an der Hafenstraße zu Gast. Für das Team von RWE-Cheftrainer Uwe Koschinat ist es die große Chance, eine perfekte Englische Woche abzuschließen und insgesamt schon den siebten Sieg in Serie zu landen. Vor dem Duell mit den Oberbayern stand Uwe Koschinat der Redaktion der „kurzen fuffzehn“ ausführlich Rede und Antwort.

Hallo Uwe! Die Englische Woche ist für RWE bisher sehr gut gelaufen. Auf den Derbysieg gegen den MSV Duisburg folgte nur drei Tage später der 3:1-Auswärtserfolg beim nun feststehenden Absteiger 1. FC Schweinfurt 05. Wie habt Ihr das gelöst?

Es war nicht ganz so leicht, nach einem solchen Erfolg wie gegen den MSV sofort wieder umzuschalten. Das haben wir aber gemeinsam mit unseren Führungsspielern Michael Schultz und Klaus Gjasula gut hinbekommen. Grundsätzlich weiß ich aber auch, dass ich mich auf sämtliche Spieler in einem sehr hohen Maße verlassen kann. Es war klar, dass sie auch diesen Gegner sehr ernst nehmen würden.

Wie bewertest Du den Auftritt im Sachs-Stadion?
Wir mussten zu Beginn der Partie eine Situation mit einer guten Chance des Gegners überstehen. Das war so ähnlich wie bei unserem Auswärtsspiel vor einigen Wochen bei Viktoria Köln. Anschließend haben es dann aber sehr souverän auf unsere Seite gezogen. Unter dem Strich war bei zahlreichen weiteren Chancen sicherlich ein höherer Sieg für uns möglich, ärgerlich war auch das späte Gegentor. Dennoch muss ich dem Team ein großes Lob zollen. Wir haben jetzt die Marke von 60 Punkten geknackt und noch sechs Spiele vor der Brust, in denen wir ebenfalls bestmöglich abschneiden wollen.

Wie sehr ärgert es Dich, dass die Mannschaft das Torverhältnis nicht deutlich verbessert hat?
Wie gesagt: Es war ein klareres Ergebnis möglich. Am Saisonende könnte das Torverhältnis in dieser engen Liga durchaus den Ausschlag geben, zumal wir uns in diesem Bereich beispielsweise mit einigen Konkurrenten wie dem FC Energie Cottbus oder dem MSV Duisburg in etwa auf Augenhöhe bewegen. Von daher hätte uns der eine oder andere weitere Treffer gutgetan. Unter dem Strich zählen aber in erster Linie die drei Punkte.

Sind alle Spieler gut aus der Partie herausgekommen?
Ramien Safi war bei der Notbremse des Schweinfurter Torhüters, die vom Schiedsrichter nicht geahndet wurde, klar am Schienbein getroffen worden und hatte dadurch auch Wunden davongetragen. Ich gehe jedoch davon aus, dass er uns wieder zur Verfügung stehen wird. Jaka Cuber Potocnik konnte die Reise wegen eines grippalen Infekts mit Fieber gar nicht erst antreten, hatte unter anderem starke Gliederschmerzen. Ich hoffe, dass er baldmöglichst voll einsatzfähig ist.

Im Vergleich zum MSV-Spiel hattest Du für die Begegnung in Schweinfurt drei Veränderungen in der Anfangsformation vorgenommen. So kehrten José Enrique Rios Alonso und Michael Kostka nach ihren Gelbsperren ins Team zurück. Außerdem startete Ramien Safi. Wird es zum Abschluss der Englischen Woche gegen den FC Ingolstadt 04 ebenfalls eine Rotation im Team geben?
Die eine oder andere moderate Anpassung könnte es sicherlich geben, aber ganz bestimmt keine Umstellungen in großem Stil. Wir haben nach dem Spiel in Schweinfurt – beispielsweise durch die etappenweise Rückfahrt – alles dafür getan, dass die Spieler bestmöglich regenerieren konnten und gegen Ingolstadt wieder frisch sein werden. Wir haben viel Selbstvertrauen getankt und wollen den Schwung jetzt auch weiter mitnehmen.

Marek Janssen kam in Schweinfurt als „Joker“ ins Spiel und hatte vor allem als Vorbereiter einige gute Szenen. Ist er diesmal wieder eine Option von Beginn an?
Auf jeden Fall. Nachdem Marek zuvor längere Zeit nicht trainieren konnte, wollten wir ihn in dieser Woche nicht gleich dreimal in kurzer Zeit von Beginn an bringen. Deshalb kam er nach seinem langen Einsatz gegen den MSV in Schweinfurt von der Bank. Außerdem hatte sich Ramien Safi seinen Startelfeinsatz unter anderem durch seine starke Leistung beim Testspiel in Bochum absolut verdient und seine Nominierung auch mit einigen guten Aktionen in Schweinfurt gerechtfertigt. Marek hat sich nach der Einwechslung in der Tat hervorragend eingefügt und als Anspielstation seine Mitspieler sehr gut eingesetzt. Beispielsweise kamen die Vorlagen bei den Großchancen von Kaito Mizuta und Nils Kaiser jeweils von ihm. Das hat er sehr gut gemacht.

Mit dem FC Ingolstadt 04 kommt ein Gegner aus dem gesicherten Tabellenmittelfeld an die Hafenstraße. Wie schätzt Du das Team ein?
Seit meine Trainerkollegin Sabrina Wittmann beim FCI im Amt ist, spielt die Mannschaft einen sehr strukturierten Fußball. Das hat sich auch nach der Umstellung auf eine Dreierkette in der Abwehr nicht geändert. Auf dem rechten Flügel spielt Marcel Costly eine überragende Saison, kann mit seinen Tiefenläufen Spiele entscheiden. Das hat man beispielsweise beim Auswärtssieg in Rostock gesehen. Der Verein hat sich die Förderung junger Spieler auf die Fahnen geschrieben, das Team tritt mutig auf. Allerdings hat die Saison auch eine gewisse Anfälligkeit und fehlende Konstanz gezeigt.

Wie werdet Ihr die Aufgabe angehen?
Gerade zum Ende einer Englischen Woche geht in der Regel die Mannschaft als Sieger vom Platz, die es ein Stück weit mehr will. Ganz klar: Das wollen wir sein.

Uwe Koschinat: Alles für bestmögliche Regeneration getan – Rot-Weiss Essen

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