Unter Markus Kauczinski zurück in der Spur – Rot-Weiss Essen

TSV 1860 München rückt nach Trainerwechsel bis auf zwei Punkte an Rang drei heran.

Unter Markus Kauczinski zurück in der Spur – Rot-Weiss Essen

Im Hinspiel trennten sich 1860 und RWE mit 1:1. (Foto: 1860 München)

Exakt 28 Tage nach dem Hinrundenabschluss gegen den SSV Ulm 1846 Fußball wird sich Rot-Weiss Essen am Samstag, 17. Januar, ab 14 Uhr aus der Winterpause zurückmelden. Die Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat ist dann im Rahmen des 20. Spieltages in der 3. Liga gleich zum Start in die zweite Saisonhälfte in einem Top-Spiel beim TSV 1860 München gefordert.

Dass dann zwei Teams aus der breiten Spitzengruppe im Stadion an der Grünwalder Straße aufeinandertreffen, hatte sich nicht immer in dieser Saison abgezeichnet. Zwar konnten die „Löwen“ um die Star-Rückkehrer Kevin Volland (33) und Florian Niederlechner (35) nach dem 1:1 im offiziellen Eröffnungsspiel im Stadion an der Hafenstraße zunächst zehn Punkte aus den nächsten vier Begegnungen nachlegen. Dann geriet der ehemalige Bundesligist aber in einen Negativstrudel mit zunächst drei Niederlagen in Serie. Die Folge: Patrick Glöckner wurde als Cheftrainer freigestellt.

Doch damit noch nicht genug: Auch Geschäftsführer Dr. Christian Werner wurde von seinen Aufgaben entbunden. Zunächst interimsweise sprang Manfred Paula, langjähriger Leiter des Nachwuchsleistungszentrums ein. Zu den ersten Aufgaben des inzwischen fest zum Geschäftsführer ernannten 61-Jährigen gehörte somit die Trainersuche.

Die Englische Woche Anfang Oktober beendete 1860 München noch mit dem etatmäßigen U21-Chefcoach Alper Kayabunar als Interimstrainer an der Seitenlinie. Mit einem Punkt aus zwei Spielen war aber auch hier die Ausbeute mau. In der Tabelle schmolz der Vorsprung auf die Abstiegsplätze auf nur noch zwei Zähler.

Inzwischen fehlen dem TSV 1860 München freilich nur noch zwei Punkte auf den Relegationsplatz. Denn seitdem Markus Kauczinski als neuer Trainer übernommen hat, läuft es ausgesprochen gut. Der gebürtige Gelsenkirchener begann seine Trainerlaufbahn im Nachwuchs des FC Schalke 04 und wirkte anschließend über viele Jahre beim Karlsruher SC. Hier betreute Kauczinski zunächst die Nachwuchsmannschaften und übernahm später die Profis. Mit dem KSC feierte er 2012/2013 die Meisterschaft der 3. Liga und scheiterte 2014/2015 nur denkbar knapp am Bundesliga-Aufstieg, als sich der Hamburger SV in der Verlängerung des Relegations-Rückspiels den Klassenverbleib sicherte.

Der vom DFB zum Trainer des Jahres 2015 gewählte Kauczinski betreute nach der Station im Wildpark den FC Ingolstadt 04, den FC St. Pauli sowie Dynamo Dresden. Mit dem SV Wehen Wiesbaden stieg er am Ende der Spielzeit 2022/2023 in der Relegation gegen Arminia Bielefeld in die 2. Bundesliga auf.

„Markus hat in der Vergangenheit bewiesen, dass er alle Fähigkeiten mitbringt, um mit unserer Mannschaft erfolgreich zu arbeiten“, sagte Manfred Paula bei der Vorstellung des neuen Cheftrainers. Und das scheint sich zu bewahrheiten. Aus den acht Partien mit Markus Kauczinski an der Seitenlinie holten die „Löwen“ beachtliche 18 Zähler. Dabei gewannen die Münchner unter anderem gegen die damaligen Tabellenführer MSV Duisburg (3:1) und FC Energie Cottbus (3:0).

Erfolgreicher war in diesem Zeitraum nur der FC Hansa Rostock. Die „Kogge“ sammelte sogar 20 von 24 möglichen Punkten. Hinter dem TSV 1860 München folgen der SC Verl (16) sowie das punktgleiche Quartett SSV Jahn Regensburg, Rot-Weiss Essen, SV Waldhof Mannheim und FC Energie Cottbus (jeweils 15). Klar ist: Die „Löwen“, die vor der Saison als Aufstiegsfavorit Nummer eins gehandelt wurden, haben trotz einer wechselhaften Hinserie nach wie vor alle Chancen, die Rückkehr in die 2. Bundesliga zu schaffen.

Unter Markus Kauczinski zurück in der Spur – Rot-Weiss Essen
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