Okpala und Shipnoski nicht mehr dabei.
Der SV Waldhof Mannheim steht aktuell mit 39 Punkten auf Platz 9. (Foto: SV Waldhof Mannheim)
Ein wesentlicher Akteur des Hinspiels wird nicht mehr dabei sein, wenn der SV Waldhof Mannheim an diesem Mittwoch, 4. März, ab 19 Uhr zum 27. Spieltag in der 3. Liga bei Rot-Weiss Essen im Stadion an der Hafenstraße zu Gast ist. Offensivspieler Nicklas Shipnoski ist nämlich während der Winterpause von den „Waldhof-Buben“ in die Regionalliga Südwest zum Tabellenführer SGV Freiberg Fußball gewechselt.
Beim 1:6 im Mannheimer Carl-Benz-Stadion hatten die Rot-Weissen – unter anderem durch einige Slapstick-Gegentore und einen unberechtigten Strafstoß – die bislang höchste Niederlage seit der Zugehörigkeit zur 3. Liga kassiert. Gleich drei Treffer waren dabei auf das Konto des eingewechselten Shipnoski gegangen. Da der 28-Jährige aber nur in zehn weiteren Spielen zum Einsatz kam und dabei auch nur viermal zur Startelf gehörte, läuft der er nach 68 Spielen in der 2. Bundesliga sowie 133 Partien in der 3. Liga nun in der vierthöchsten Spielklasse auf.
Shipnoski ist aber nur einer von insgesamt drei Abgängen während des Winter-Transferfensters. Innenverteidiger Malte Karbstein wurde an den Ligakonkurrenten SSV Jahn Regensburg abgegeben. Besonders schwer wiegt aber der Abschied von Kennedy Okpala in Richtung des Zweitligisten SC Paderborn 07. Der 21-Jährige hatte in der Hinrunde der laufenden Saison in 18 Spielen sieben Tore und fünf Vorlagen verbuchen können.
Der Wechsel des Angreifers, der ab 2021 die Nachwuchsteams der „Buwe“ durchlaufen und im September 2023 sein Drittliga-Debüt gegeben hatte, verlief allerdings nicht geräuschlos. Anfang Januar stellten die Paderborner Okpala als Neuzugang vor. Dieser hatte nach Angaben der Mannheimer seinen Vertrag gekündigt. Der SV Waldhof wollte dem Wechsel daher nicht zustimmen. Unterschiedliche Auffassungen in Bezug auf eine Ausstiegsklausel sollen der Grund für die Unstimmigkeiten gewesen sein. Letztlich einigten sich beide Klubs doch noch auf die Modalitäten für einen Transfer.
Auch auf Seiten der Zugänge war der SV Waldhof Mannheim mit vier Verpflichtungen äußerst aktiv. Seit seinem Wechsel ein fester Bestandteil der Startelf ist Oluwaseun Ogbemudia. Der 19-jährige Innenverteidiger wurde vom Bundesligisten 1. FC Union Berlin ausgeliehen. „Olu besitzt ein sehr spannendes und komplettes Profil als Innenverteidiger“, so Gerhard Zuber, Geschäftsführer Sport beim SV Waldhof. „Seit 2023 ist er regelmäßig im Trainingsbetrieb eines Bundesligisten und konnte sich dort an den Herrenfußball adaptieren. In Bezug auf unsere defensive Breite im aktuellen Kader haben wir uns dazu entschieden, ihn für die Rückrunde dazu zunehmen.“
Ebenfalls auf Leihbasis trägt Sanoussy Ba vorübergehend das Mannheimer Trikot. In den beiden zurückliegenden Spielzeiten absolvierte der 22-Jährige elf Einsätze in der 2. Bundesliga. Zuvor spielte er für den Linzer ASK in der österreichischen Bundesliga, wo Ba auch drei Spiele im europäischen Wettbewerb absolvierte. Seine fußballerische Ausbildung durchlief Ba in der Akademie von RB Leipzig, für deren Profimannschaft er ebenfalls zu drei Einsätzen kam.
Aus dem Dunstkreis eines Bundesligisten wurde Lovis Bierschenk unter Vertrag genommen. Der 20-jährige Offensivspieler wurde seit 2017 beim 1. FSV Mainz 05 ausgebildet. In eineinhalb Jahren bei der zweiten Mannschaft absolvierte Bierschenk 34 Partien in der Regionalliga West (sechs Tore und drei Vorlagen).
Ein alter Bekannter für Mannheims Trainer Luc Holtz ist Vincent Thill. Unter dem 56-Jährigen bestritt der Offensivspieler seit 2016 insgesamt 53 Länderspiele für die luxemburgische Nationalmannschaft. Zuletzt lief der 26-Jährige seit 2023 in Aserbaidschan für Sabah FK und Zira FK auf. Beim jüngsten 2:1-Heimsieg gegen Alemannia Aachen liefen von den Winter-Neuzugängen Oluwaseun Ogbemudia und Sanoussy Ba von Beginn an auf, Lovis Bierschenk wurde eingewechselt, Vincent Thill blieb 90 Minuten auf der Bank. Zum Matchwinner für den SV Waldhof wurde der 35-jährige Mittelstürmer Terrence Boyd, der kurz vor der Pause für den verletzten Felix Lohkemper (Rückenprobleme) ins Spiel gekommen war. Boyd, der sein Karriere-Ende für den Sommer angekündigt hat, erzielte seine Saisontreffer acht und neun und bescherte dem Team den Sprung auf einen einstelligen Tabellenplatz.


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