Der Verein geht mit vier Neuzugängen in die zweite Saisonhälfte.
Der MSV Duisburg steht aktuell mit 24 Punkten auf Platz 4. (Foto: MSV Duisburg)
Derby-Zeit und Spitzenspiel im ausverkauften Stadion an der Hafenstraße: Rot-Weiss Essen empfängt am Karsamstag, 16:30 Uhr, als Tabellenzweiter den viertplatzierten MSV Duisburg zum 31. Spieltag. Zum Auftakt der zweiten Englischen Woche in diesem Jahr soll dabei aus Sicht der Rot-Weissen die aktuelle Bilanz gegen die „Zebras“ weiter ausgebaut werden.
Seitdem RWE im Sommer 2022 in die dritthöchste Spielklasse aufgestiegen ist, gab es sechs Pflichtspiel-Duelle mit dem MSV Duisburg. Endeten die ersten beiden Vergleiche in der 3. Liga (2:2 und 1:1) noch jeweils ohne Sieger, gab es in der Saison 2023/2024 die ersten beiden Essener Siege (2:1 und 4:1). Es folgte im Mai 2025 der Erfolg im Niederrheinpokal-Finale an der Wedau (2:1) sowie – nach der sofortigen Rückkehr der „Zebras“ aus der Regionalliga West in die 3. Liga – ein 1:1 in der Hinrunde der laufenden Spielzeit in Duisburg. Dabei glich Ramien Safi (25.) vor 27.719 Fans die MSV-Führung durch Florian Krüger (23.) nur wenig später aus.
Beim Rückspiel werden im Vergleich zum ersten Aufeinandertreffen in dieser Saison aller Voraussicht nach einige neue Namen auflaufen. Denn der MSV nutzte die Winterpause, um seinen Kader für das Rennen um den erneuten Aufstieg möglichst zu verstärken. Seit seinem Wechsel nach Duisburg stand Lex-Tyger Lobinger immer für den MSV auf dem Feld. Zu den neun Hinrunden-Treffern für den FC Viktoria Köln kamen für den 27-Jährigen nun auch schon fünf Tore für die „Zebras“ hinzu.
Lobinger ist dabei nicht der einzige Winterzugang mit höherklassiger Erfahrung (60 Zweitliga-Einsätze für den 1. FC Kaiserslautern, VfL Osnabrück und Fortuna Düsseldorf). Aljaž Casar war seit Sommer 2024 für Dynamo Dresden in insgesamt 48 Zweit- und Drittligaspielen am Ball. Zuvor war der 25-jährige Mittelfeldspieler auf für den Halleschen FC schon in der 3. Liga aktiv.
Die beiden übrigen Verpflichtungen für die zweite Saisonhälfte kamen kurz vor dem Ende der Wechselfrist nach Duisburg. Von Dynamo Dresden wurde Dominik Kother ausgeliehen. Der 25-jährige Außenbahnspieler blickt bereits auf 67 Zweitligaspiele (für Dresden, SSV Jahn Regensburg und den Karlsruher SC) zurück. Hinzu kommen zwei Einsätze in der Relegation zur 2. Bundesliga. Insgesamt gelangen ihm dabei 31 Treffer.
Im zurückliegenden Sommer kurz vor der 2. Bundesliga stand Dominik Becker. Der Innenverteidiger nahm mit dem 1. FC Saarbrücken an der Relegation zur zweithöchsten Spielklasse gegen Eintracht Braunschweig (0:2 und 2:2 nach Verlängerung) teil. Anschließend war der 26-Jährige vereinslos, ehe er nach einem erfolgreichen Probetraining einen Vertrag beim MSV Duisburg erhielt.
Hatte der MSV Duisburg noch mit 34 Zählern aus 19 Begegnungen auf dem Relegationsplatz überwintert, konnten die „Zebras“ in diesem Jahr noch nicht ganz an die gute Bilanz anknüpfen. Während das Team von Trainer Dietmar Hirsch in der gesamten ersten Saisonhälfte nur drei Niederlagen kassiert und lange Zeit sogar die Tabelle angeführt hatte, stehen nun nach den ersten elf Partien der Rückrunde schon drei weitere Partien ohne etwas Zählbares zu Buche.
Die letzten acht Begegnungen nimmt der MSV Duisburg daher vom vierten Platz aus in Angriff. Nur die um 16 Treffer schlechtere Tordifferenz gegenüber dem SC Verl trennt die Duisburger vom Relegationsplatz. Der Rückstand auf Rot-Weiss Essen beträgt vor dem nun anstehenden direkten Duell aber auch nur einen Punkt. Daher ist nach wie vor der direkte Durchmarsch in die 2. Bundesliga möglich. Das gelang seit der Einführung der 3. Liga ab der Saison 2008/2009 bislang sechs Vereinen (RB Leipzig, SSV Jahn Regensburg, FC Würzburger Kickers, SV 07 Elversberg, SSV Ulm 1846 Fußball und SC Preußen Münster).
Auch unabhängig von der Platzierung in der Liga hat der MSV jedoch gute Chancen, in der nächsten Saison erstmals seit der Spielzeit 2020/2021 wieder im DFB-Pokal vertreten zu sein. Mit einem 2:0-Erfolg nach Verlängerung beim West-Regionalligisten 1. FC Bocholt qualifizierten sich die Duisburger erneut für das Endspiel um den Niederrheinpokal. Dort treffen sie – aller Voraussicht nach vor eigenem Publikum – am Samstag, 23. Mai, im Rahmen des Finaltags der Amateure auf den Oberligisten SC St. Tönis.


https://www.rot-weiss-essen.de/2026...fsteiger-sprung-in-die-2-bundesliga-schaffen/