Sechs Siege in Folge fuhr Rot-Weiss Essen zuletzt ein. Dadurch hat sich der Revierklub in der Spitzengruppe festgesetzt, weshalb auch Cheftrainer Uwe Koschinat offiziell den Aufstieg als Ziel ausrief. Am Samstag (14 Uhr) kommt der FC Ingolstadt an die Hafenstraße.

Bouebari fehlt in der Abwehr​


Personell hat sich zum Ende der Englischen Woche bei den Essenern nicht viel getan. Allerdings musste Cheftrainer Uwe Koschinat den Ausfall von Franci Bouebari verarbeiten, der aufgrund von muskulären Problemen nicht auflaufen kann. Hinweise auf den möglichen Ersatzmann wollte der 54-Jährige nicht geben – und fokussierte sich auf den Gegner. "Ingolstadt ist ein Gegner, der mit Sicherheit ernst zu nehmen ist, was die Inhalte und die Auswärtsstatistik angeht", ordnete Koschinat ein. Aber RWE hat logischerweise die Erfolgsserie im Rücken.

"Selbstvertrauen und Selbstüberschätzung liegen im Leben sehr häufig nah beieinander", mahnte der Essener Coach aber zugleich vor Leichtsinnigkeiten. Und trotzdem blieb der Tabellenzweite zuversichtlich, was sich inzwischen auch im gesamten Umfeld bemerkbar machte. "Hier entsteht gerade eine gewisse Wucht, und die wollen wir auf den Platz transportieren. Auf der anderen Seite geht es darum, den Respekt vor dem Gegner und dessen Qualitäten zu entwickeln, um auch darauf wieder gute Antworten zu haben."

"Müssen wieder einiges aushalten"​


Ein dominantes Auftreten wird vom Cheftrainer wieder gefordert, eine frühe Führung wäre erneut von Vorteil. "Mit Sicherheit müssen wir auch wieder einiges aushalten können, aber gerade diese beiden Faktoren haben uns in den letzten Wochen ja sehr ausgezeichnet. Mit der Wucht der Hafenstraße wollen wir alles daran setzen, um einen siebten Erfolg nacheinander einzufahren", so Koschinat. Auf die Konkurrenz wollte der 54-Jährige dabei nicht schauen, denn die eigenen Hausaufgaben standen im Vordergrund.

"Das einzige, was sich verändert hat, ist, dass du weißt, wenn du die Saison aus einer Stärke heraus zu Ende spielst, dann müssen dich andere erst einmal einholen. Weil wir haben jetzt die Pole-Position im Bezug auf den Direktaufstieg", formulierte der RWE-Coach eine recht einfache Tatsache – spielt RWE die Saison quasi konsequent herunter, dann kann sie niemand mehr überholen. "Es hilft immer, wenn ein Konkurrent nicht punktet. Das ist ja logisch, aber am Ende geht es darum, dass wir unseren Lauf möglichst ausdehnen", so Koschinat. Weil dann werden den Verfolgern die Hände gebunden sein.

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