Nach vier sieglosen Partien in Folge konnte Hansa Rostock mit 3:2 gegen Rot-Weiss Essen wieder einen Sieg einfahren. Auch der VfL Osnabrück schnappte sich durch ein 3:1 in Aue drei Punkte und übernimmt damit vorläufig die Tabellenführung. Währenddessen sicherte sich Wehen Wiesbaden durch ein Last-Minute-Tor einen 2:1-Erfolg gegen den FC Ingolstadt. Jahn Regensburg und der SSV Ulm trennten sich hingegen 1:1, Viktoria Köln bezwang den VfB Stuttgart II mit 2:0.
Hansa musste zuletzt ordentlich leiden und konnte die vergangenen vier Partien nicht gewinnen. Doch auch Rot-Weiss Essen ließ nach einer ordentlichen Phase federn und verlor letztes Wochenende deutlich gegen den VfL Osnabrück. Zu Beginn war es RWE, welches das Spiel an sich reißen wollte und den Hansa-Keeper durch Müsel zum ersten Mal prüfte (4.). Die Partie verflachte jedoch schnell, nur ein Schuss von Carstens sorgte auf der Gegenseite für etwas Gefahr, die Kugel flog aber am Kasten vorbei (13.). Es dauerte im Anschluss eine Weile, bis die Mannschaften wieder durch Offensiv-Aktionen auf sich aufmerksam machten. In der 28. Minute startete Carstens das Chancen-Festival mit einem Schuss, den Rios Alonso entscheidend abblockte. Hansa hielt den Druck aufrecht und probierte es kurz darauf durch Voglsammer mit einem Kopfball, den Wienand stark parierte (32.). RWE wollte sich aber nicht hinten rein drücken lassen und schaltete pfeilschnell nach vorne. Abiamas Schuss aus 20 Metern rauschte nur denkbar knapp am Tor von Uphoff vorbei (33.). Auch wenn es danach wie ein Unentschieden zur Pause aussah, landete der Ball doch im Kasten der Essener. Eine Hereingabe von Krauß konnte Schultz nur ins eigene Tor grätschen (41.).
Die Partie nahm nach Wiederanpfiff direkt wieder Fahrt auf, Uphoff lenkte einen ersten Volley-Schuss von Janssen über die Latte (52.). Auch auf der Gegenseite wurde es gefährlich, weil Wienand einen Fehlpass in die Füße von Dirkner spielte, der sich aber gegen den Abschluss und somit falsch entschied (54.). Kurz darauf verpasste Hansa erneut, diesmal zeigte sich Wienand von seiner besseren Seite und rettete im letzten Moment gegen Krauß (56.). Das wilde Spiel des RWE-Keepers ging in der 61. Minute direkt weiter, weil dieser ohne Not aus seinem Kasten kam, die Kugel verpasste und Voglsammer zu viel Platz bot, welcher aus 30 Metern mit einem Lupfer in die Maschen zielte. Der direkte Gegenschlag erfolgte allerdings direkt. Zunächst scheiterte Abiama zwar an Uphoff, aber der Ball prallte direkt am RWE-Spieler ab und von dort ins Tor (63.). In der Folge waren es aber weiterhin die Hausherren, welche auf den nächsten Treffer drückten. Doch erst wartete Krauß zu lange mit dem Abschluss (68.), dann konnte Wienand dessen Schuss am Tor vorbei lenken (79.). Unerwartet gab es anschließend einen Elfmeter für RWE, weil Cuber Potocnik von Gürleyen gefällt wurde. Rios Alonso trat an und verwandelte sicher. In der verrückten Schlussphase zeigte der Schiedsrichter wenig später auch im RWE-Strafraum auf den Punkt, weil Kostka den Ball mit der Hand spielte. Auch hier blieb Holten cool und brachte die Kogge wieder in Führung (85.). Dies stellte sich auch als Schlusspunkt einer spektakulären Partie raus. Durch den Sieg rückt Hansa in der Tabelle an RWE vorbei, die nun die zweite Niederlage in Folge hinnehmen müssen.
Die Veilchen rutschten die letzten Wochen in der Tabelle immer weiter nach unten, schon seit sechs Spielen gab es keinen Dreier mehr. Dafür lief es beim VfL deutlich besser, die in den letzten sechs Partien nicht ein einziges Mal verloren. Der Favoritenrolle wollten die Osnabrücker also gerecht werden und setzten die Hausherren dementsprechend früh unter Druck. Eine erste gute Chance durch Christensen landete aber in den Armen von Männel (4.). Dennoch wollte sich das Erzgebirge nicht verstecken, Fabinskis Volleybnahme landete auf dem Tordach (6.). Obwohl sich die Gastgeber in der Folge etwas befreien konnten, verschätzten sich Malone und Zobel bei einem hohen Ball, von dem Badjie profitierte. Dieser umkurvte Männel und schob zur Führung ein (17.). Nur wenige Minuten später hatte Bär die große Möglichkeit auf den Ausgleich, aber Jonsson fischte den Ball aus dem Winkel (19.). Etwas Aufregung gab es in der 27. Minute, als die Gäste einen Elfmeter für sich beanspruchen wollten, weil Fallmann die Kugel mit dem Arm stoppte, aber die Pfeife des Schiedsrichters blieb stumm. Obwohl der VfL in der Folge die Führung mit in die Halbzeit nehmen wollte, kombinierten sich die Auer in der 42. Minute stark in den Strafraum, wo Günther-Schmidt erfolgreich vollendete, weswegen zur Pause alles wieder bei Null stand.
Der offene Schlagabtausch ging in der zweiten Hälfte munter weiter: Erst prüfte Ehlers den Osnabrücker Keeper in der 46. Minute, dann wurde ein Schuss von Christensen auf der Gegenseite von Fallmann geblockt (49.). Trotz einer munteren Partie, dauerte es eine Weile bis zur nächsten Chance, die sich nur ergab, weil Jonsson einen Pass in die Füße von Stefaniak spielte. Die Distanz war allerdings zu groß für den Aue-Spieler, sodass die Kugel wieder zurück zu Jonsson flog (66.). Trotz des guten Auftritts der Hausherren gab es in der 73. Minute den nächsten Rückschlag. Eine Flanke von Kehl landete beim eingewechselten Lesueur, der die Kugel ungedeckt über die Torlinie und zur erneuten VfL-Führung setzte (73.). Nur drei Minuten später sorgte Meißner für die endgültige Entscheidung, weil Lesueur mit dem Ball davon rannte, in den Strafraum spielte und der Osnabrücker Stürmer die Coolness bewahrte (76.). Danach passierte nichts mehr, die Osnabrücker durften sich über drei Zähler und die Tabellenführung freuen. Aue hingegen sucht weiterhin nach Punkten, die im Abstiegskampf bitter nötig sind.
Im Abstiegskampf konnte der Jahn zuletzt wichtige Punkte sammeln, dafür blieb die Punkteausbeute bei den Spatzen mager, weil es in den letzten drei Partien keinen Sieg zu feiern gab. Die Misere ging für die Gäste früh weiter, denn nach nur sieben Minuten spielte Seegert einen fatalen Fehlpass, welcher letztendlich bei Kühlwetter landete. Dieser ließ sich die perfekte Hereingabe von Oliveira nicht nehmen und köpfte die Kugel ins Tor. Wenig später hatte der Regensburger Offensiv-Mann die nächste Gelegenheit, doch diesmal prallte der Ball vom Außenpfosten weg (15.). Die Hausherren ließen nicht ab. Hottmann konnte in der 27. Minute eine Hereingabe von Eichinger nicht vollenden, nur Sekunden später probierte es Eichinger selbst, aber auch hier war der Winkel letztendlich zu spitz (28.). Das 2:0 war eigentlich nur eine Frage der Zeit, weil Kühlwetter in der 41. Minute eine weitere Top-Gelegenheit liegen ließ, doch der Treffer fiel auf der Gegenseite. Sekunden vor dem Halbzeit-Pfiff landete eine Freistoß-Flanke in den Füßen von Chessa, welcher die Kugel aus dem Stand in den Winkel schweißte und somit den unverhofften Ausgleich erzielte (45.+2).
Der Ausgleich beflügelte die Gäste zu Beginn der zweiten Hälfte. Der Jahn konnte kaum noch dieselbe Angriffslust versprühen, wie noch in den ersten 45 Minuten. Der SSV Ulm machte einen deutlich besseren Eindruck, doch dieser schwindete wieder, nachdem Fein in der 63. Minute aus der Distanz abzog und nur knapp die erneute Führung verpasste. Danach übernahmen die Hausherren wieder die offensive Kontrolle. Posselt hatte ebenfalls die Möglichkeit auf 2:1 zu stellen, aber Schmitt glänzte mit einem schnellen Reflex und hielt den Kasten sauber (66.). Auch die Verteidiger waren gefordert, in der 69. Minute ging Beckhoff an Schmitt vorbei und scheiterte letztendlich aus spitzem Winkel an Mazagg, der auf der Linie klärte. Immer wieder sorgten Eichinger und Beckhoff für Gefahr, so auch in der 73. Minute, doch auch hier war Schmitt wieder zur Stelle. Beinahe entschieden die Gäste die Partie in der Nachspielzeit, allerdings rettete der Querbalken, weswegen sich der Jahn trotz des eigenen Chancenwuchers nicht beschweren konnte. Für die Ulmer eine bittere Angelegenheit, da sie den Abstand auf das rettende Ufer kaum verringern können, der Jahn hingegen kann den Abstand auf die Abstiegsränge um einen Zähler vergrößern.
Wehen Wiesbaden musste zwar vergangenes Wochenende eine Niederlage hinnehmen, spielte sich zuvor aber in einer längeren starken Phase in Richtung Aufstiegsplätze. Doch auch der FCI spielte zuletzt befreit auf und ging in jedem der letzten sieben Partien mit Zählern aus dem Stadion raus. Zunächst waren es aber die Hausherren, welche über mehr Ballkontrolle verfügten und den Gästen wenig Räume boten. Dennoch wurde es in der 15. Minute gefährlich, als Costly nach innen ziehen wollte und durch eine Grätsche von Hübner gestört wurde. Nach innen zog auch Schleimer in der 31. Minute auf der Gegenseite, in diesem Fall mit mehr Zielstrebigkeit. Der Abschluss vom Strafraumeck aus, landete unhaltbar im oberen Torwinkel (31.). Die Ingolstädter zeigten sich ein wenig beeindruckt von dem unerwarteten Rückstand und hatten wenig später Glück, als die Kugel in ihrem Strafraum hin und her flipperte, aber durch eine Parade von Eisele nicht im eigenen Kasten landete (38.). Dennoch gab es kurz vor der Halbzeit die Gelegenheit für die Gäste auf den Ausgleich, der letztendlich nicht fiel, weil Costlys Abnahme nur am Querbalken abprallte (41.).
Wehen ließ sich von dem knappen Vorsprung nicht einschüchtern oder nervös machen und übernahm wieder die Ballkontrolle. In der 58. Minute passierte Carlsen dann etwas dummes. Weil dieser nicht zufrieden mit dem harten Einsteigen seines Gegenspielers war, trat Carlsen noch einmal nach und wurde dafür vom Feld gestellt, was bedeutete, dass der FCI zu zehnt weiterspielen musste. Dennoch geschah wenig in der Partie, auch weil die Hausherren nicht das volle Risiko eingingen, was sie aufgrund der Führung auch nicht tun mussten. In der 75. Minute versuchte es Mockenhaupt mal, doch sein satter Flachschuss rauschte haarscharf am Tor vorbei. Dies rächte sich wenig später, denn Agriafiotis rutschte im Spielaufbau aus und verlor den Ball an den Gegner. Plath leitete den Angriff ein, bekam den Ball dann von Drakulic selber vorgelegt und vollendete aus spitzem Winkel mit einem flachen Schuss in die rechte Ecke (85.). Dennoch hatten die Hausherren noch Kraft im Tank. In der fünften Minute der Nachspielzeit nahm Gözüsirin das Schicksal in die eigene Hand und traf mit der allerletzten Möglichkeit. Dadurch schnappt sich der SVWW weitere wichtige Zähler und rückt in der Tabelle wieder einen Platz nach oben, während der FCI zum ersten Mal seit sieben Spielen wieder verliert.
Zudem spielte:
Köln 2:0 Stuttgart II
https://www.liga3-online.de/hansa-schlaegt-rwe-vfl-uebernimmt-vorzeitige-tabellenfuehrung/
Rostock 3:2 Essen: Elfmeter-Festival entscheidet Partie
Hansa musste zuletzt ordentlich leiden und konnte die vergangenen vier Partien nicht gewinnen. Doch auch Rot-Weiss Essen ließ nach einer ordentlichen Phase federn und verlor letztes Wochenende deutlich gegen den VfL Osnabrück. Zu Beginn war es RWE, welches das Spiel an sich reißen wollte und den Hansa-Keeper durch Müsel zum ersten Mal prüfte (4.). Die Partie verflachte jedoch schnell, nur ein Schuss von Carstens sorgte auf der Gegenseite für etwas Gefahr, die Kugel flog aber am Kasten vorbei (13.). Es dauerte im Anschluss eine Weile, bis die Mannschaften wieder durch Offensiv-Aktionen auf sich aufmerksam machten. In der 28. Minute startete Carstens das Chancen-Festival mit einem Schuss, den Rios Alonso entscheidend abblockte. Hansa hielt den Druck aufrecht und probierte es kurz darauf durch Voglsammer mit einem Kopfball, den Wienand stark parierte (32.). RWE wollte sich aber nicht hinten rein drücken lassen und schaltete pfeilschnell nach vorne. Abiamas Schuss aus 20 Metern rauschte nur denkbar knapp am Tor von Uphoff vorbei (33.). Auch wenn es danach wie ein Unentschieden zur Pause aussah, landete der Ball doch im Kasten der Essener. Eine Hereingabe von Krauß konnte Schultz nur ins eigene Tor grätschen (41.).
Die Partie nahm nach Wiederanpfiff direkt wieder Fahrt auf, Uphoff lenkte einen ersten Volley-Schuss von Janssen über die Latte (52.). Auch auf der Gegenseite wurde es gefährlich, weil Wienand einen Fehlpass in die Füße von Dirkner spielte, der sich aber gegen den Abschluss und somit falsch entschied (54.). Kurz darauf verpasste Hansa erneut, diesmal zeigte sich Wienand von seiner besseren Seite und rettete im letzten Moment gegen Krauß (56.). Das wilde Spiel des RWE-Keepers ging in der 61. Minute direkt weiter, weil dieser ohne Not aus seinem Kasten kam, die Kugel verpasste und Voglsammer zu viel Platz bot, welcher aus 30 Metern mit einem Lupfer in die Maschen zielte. Der direkte Gegenschlag erfolgte allerdings direkt. Zunächst scheiterte Abiama zwar an Uphoff, aber der Ball prallte direkt am RWE-Spieler ab und von dort ins Tor (63.). In der Folge waren es aber weiterhin die Hausherren, welche auf den nächsten Treffer drückten. Doch erst wartete Krauß zu lange mit dem Abschluss (68.), dann konnte Wienand dessen Schuss am Tor vorbei lenken (79.). Unerwartet gab es anschließend einen Elfmeter für RWE, weil Cuber Potocnik von Gürleyen gefällt wurde. Rios Alonso trat an und verwandelte sicher. In der verrückten Schlussphase zeigte der Schiedsrichter wenig später auch im RWE-Strafraum auf den Punkt, weil Kostka den Ball mit der Hand spielte. Auch hier blieb Holten cool und brachte die Kogge wieder in Führung (85.). Dies stellte sich auch als Schlusspunkt einer spektakulären Partie raus. Durch den Sieg rückt Hansa in der Tabelle an RWE vorbei, die nun die zweite Niederlage in Folge hinnehmen müssen.
Aue 1:3 Osnabrück: VfL übernimmt Tabellenführung
Die Veilchen rutschten die letzten Wochen in der Tabelle immer weiter nach unten, schon seit sechs Spielen gab es keinen Dreier mehr. Dafür lief es beim VfL deutlich besser, die in den letzten sechs Partien nicht ein einziges Mal verloren. Der Favoritenrolle wollten die Osnabrücker also gerecht werden und setzten die Hausherren dementsprechend früh unter Druck. Eine erste gute Chance durch Christensen landete aber in den Armen von Männel (4.). Dennoch wollte sich das Erzgebirge nicht verstecken, Fabinskis Volleybnahme landete auf dem Tordach (6.). Obwohl sich die Gastgeber in der Folge etwas befreien konnten, verschätzten sich Malone und Zobel bei einem hohen Ball, von dem Badjie profitierte. Dieser umkurvte Männel und schob zur Führung ein (17.). Nur wenige Minuten später hatte Bär die große Möglichkeit auf den Ausgleich, aber Jonsson fischte den Ball aus dem Winkel (19.). Etwas Aufregung gab es in der 27. Minute, als die Gäste einen Elfmeter für sich beanspruchen wollten, weil Fallmann die Kugel mit dem Arm stoppte, aber die Pfeife des Schiedsrichters blieb stumm. Obwohl der VfL in der Folge die Führung mit in die Halbzeit nehmen wollte, kombinierten sich die Auer in der 42. Minute stark in den Strafraum, wo Günther-Schmidt erfolgreich vollendete, weswegen zur Pause alles wieder bei Null stand.
Der offene Schlagabtausch ging in der zweiten Hälfte munter weiter: Erst prüfte Ehlers den Osnabrücker Keeper in der 46. Minute, dann wurde ein Schuss von Christensen auf der Gegenseite von Fallmann geblockt (49.). Trotz einer munteren Partie, dauerte es eine Weile bis zur nächsten Chance, die sich nur ergab, weil Jonsson einen Pass in die Füße von Stefaniak spielte. Die Distanz war allerdings zu groß für den Aue-Spieler, sodass die Kugel wieder zurück zu Jonsson flog (66.). Trotz des guten Auftritts der Hausherren gab es in der 73. Minute den nächsten Rückschlag. Eine Flanke von Kehl landete beim eingewechselten Lesueur, der die Kugel ungedeckt über die Torlinie und zur erneuten VfL-Führung setzte (73.). Nur drei Minuten später sorgte Meißner für die endgültige Entscheidung, weil Lesueur mit dem Ball davon rannte, in den Strafraum spielte und der Osnabrücker Stürmer die Coolness bewahrte (76.). Danach passierte nichts mehr, die Osnabrücker durften sich über drei Zähler und die Tabellenführung freuen. Aue hingegen sucht weiterhin nach Punkten, die im Abstiegskampf bitter nötig sind.
Regensburg 1:1 Ulm: Jahn betreibt Chancenwucher
Im Abstiegskampf konnte der Jahn zuletzt wichtige Punkte sammeln, dafür blieb die Punkteausbeute bei den Spatzen mager, weil es in den letzten drei Partien keinen Sieg zu feiern gab. Die Misere ging für die Gäste früh weiter, denn nach nur sieben Minuten spielte Seegert einen fatalen Fehlpass, welcher letztendlich bei Kühlwetter landete. Dieser ließ sich die perfekte Hereingabe von Oliveira nicht nehmen und köpfte die Kugel ins Tor. Wenig später hatte der Regensburger Offensiv-Mann die nächste Gelegenheit, doch diesmal prallte der Ball vom Außenpfosten weg (15.). Die Hausherren ließen nicht ab. Hottmann konnte in der 27. Minute eine Hereingabe von Eichinger nicht vollenden, nur Sekunden später probierte es Eichinger selbst, aber auch hier war der Winkel letztendlich zu spitz (28.). Das 2:0 war eigentlich nur eine Frage der Zeit, weil Kühlwetter in der 41. Minute eine weitere Top-Gelegenheit liegen ließ, doch der Treffer fiel auf der Gegenseite. Sekunden vor dem Halbzeit-Pfiff landete eine Freistoß-Flanke in den Füßen von Chessa, welcher die Kugel aus dem Stand in den Winkel schweißte und somit den unverhofften Ausgleich erzielte (45.+2).
Der Ausgleich beflügelte die Gäste zu Beginn der zweiten Hälfte. Der Jahn konnte kaum noch dieselbe Angriffslust versprühen, wie noch in den ersten 45 Minuten. Der SSV Ulm machte einen deutlich besseren Eindruck, doch dieser schwindete wieder, nachdem Fein in der 63. Minute aus der Distanz abzog und nur knapp die erneute Führung verpasste. Danach übernahmen die Hausherren wieder die offensive Kontrolle. Posselt hatte ebenfalls die Möglichkeit auf 2:1 zu stellen, aber Schmitt glänzte mit einem schnellen Reflex und hielt den Kasten sauber (66.). Auch die Verteidiger waren gefordert, in der 69. Minute ging Beckhoff an Schmitt vorbei und scheiterte letztendlich aus spitzem Winkel an Mazagg, der auf der Linie klärte. Immer wieder sorgten Eichinger und Beckhoff für Gefahr, so auch in der 73. Minute, doch auch hier war Schmitt wieder zur Stelle. Beinahe entschieden die Gäste die Partie in der Nachspielzeit, allerdings rettete der Querbalken, weswegen sich der Jahn trotz des eigenen Chancenwuchers nicht beschweren konnte. Für die Ulmer eine bittere Angelegenheit, da sie den Abstand auf das rettende Ufer kaum verringern können, der Jahn hingegen kann den Abstand auf die Abstiegsränge um einen Zähler vergrößern.
Wiesbaden 1:1 Ingolstadt: 90.+5! Wehen mitten im Aufstiegskampf
Wehen Wiesbaden musste zwar vergangenes Wochenende eine Niederlage hinnehmen, spielte sich zuvor aber in einer längeren starken Phase in Richtung Aufstiegsplätze. Doch auch der FCI spielte zuletzt befreit auf und ging in jedem der letzten sieben Partien mit Zählern aus dem Stadion raus. Zunächst waren es aber die Hausherren, welche über mehr Ballkontrolle verfügten und den Gästen wenig Räume boten. Dennoch wurde es in der 15. Minute gefährlich, als Costly nach innen ziehen wollte und durch eine Grätsche von Hübner gestört wurde. Nach innen zog auch Schleimer in der 31. Minute auf der Gegenseite, in diesem Fall mit mehr Zielstrebigkeit. Der Abschluss vom Strafraumeck aus, landete unhaltbar im oberen Torwinkel (31.). Die Ingolstädter zeigten sich ein wenig beeindruckt von dem unerwarteten Rückstand und hatten wenig später Glück, als die Kugel in ihrem Strafraum hin und her flipperte, aber durch eine Parade von Eisele nicht im eigenen Kasten landete (38.). Dennoch gab es kurz vor der Halbzeit die Gelegenheit für die Gäste auf den Ausgleich, der letztendlich nicht fiel, weil Costlys Abnahme nur am Querbalken abprallte (41.).
Wehen ließ sich von dem knappen Vorsprung nicht einschüchtern oder nervös machen und übernahm wieder die Ballkontrolle. In der 58. Minute passierte Carlsen dann etwas dummes. Weil dieser nicht zufrieden mit dem harten Einsteigen seines Gegenspielers war, trat Carlsen noch einmal nach und wurde dafür vom Feld gestellt, was bedeutete, dass der FCI zu zehnt weiterspielen musste. Dennoch geschah wenig in der Partie, auch weil die Hausherren nicht das volle Risiko eingingen, was sie aufgrund der Führung auch nicht tun mussten. In der 75. Minute versuchte es Mockenhaupt mal, doch sein satter Flachschuss rauschte haarscharf am Tor vorbei. Dies rächte sich wenig später, denn Agriafiotis rutschte im Spielaufbau aus und verlor den Ball an den Gegner. Plath leitete den Angriff ein, bekam den Ball dann von Drakulic selber vorgelegt und vollendete aus spitzem Winkel mit einem flachen Schuss in die rechte Ecke (85.). Dennoch hatten die Hausherren noch Kraft im Tank. In der fünften Minute der Nachspielzeit nahm Gözüsirin das Schicksal in die eigene Hand und traf mit der allerletzten Möglichkeit. Dadurch schnappt sich der SVWW weitere wichtige Zähler und rückt in der Tabelle wieder einen Platz nach oben, während der FCI zum ersten Mal seit sieben Spielen wieder verliert.
Zudem spielte:
Köln 2:0 Stuttgart II
https://www.liga3-online.de/hansa-schlaegt-rwe-vfl-uebernimmt-vorzeitige-tabellenfuehrung/