In der Defensive sieht Waldhof-Coach Luc Holtz seine Mannschaft schon gut aufgestellt und sprach bei der Spieltags-Pressekonferenz am Freitag mit Blick auf das Abwehrzentrum gar von einem "Überangebot", doch in der Offensive besteht dagegen durchaus noch Bedarf. Von "laufenden Gesprächen" ist die Rede.

"AuĂźergewöhnliches Spiel" fĂĽr Seegert​


Er sei "nicht der richtige Ansprechpartner", betonte Holtz am Freitag nachdem er gefragt worden war, ob bis Montag noch etwas aus dem Transfermarkt tun werde. Dennoch gab der Luxemburger seine Einschätzung ab: "Wenn wir uns verstärken, dann hauptsächlich im offensiven Bereich." Holtz berichtete von "laufenden Gesprächen", wollte aber nicht näher ins Detail gehen. Womöglich kommt noch ein weiterer Stürmer. Bis zum Spiel in Ulm (Sonntag, 13:30 Uhr) wird sich aber wohl nichts mehr tun.

Bei den Spatzen wird es für die Buwe zum Wiedersehen mit Marcel Seegert kommen, der insgesamt neun Jahre für den SVW gespielt hat. Holtz, der den Verteidiger zuletzt in einem Hotel getroffen hatte, geht davon aus, dass es für den 31-Jährigen ein "außergewöhnliches Spiel" wird. Aber auch für seine Mannschaft. "Wir haben schon einen gewissen Motivationsschub, um ihm zu zeigen, dass wir besser sind."

Wechsel in der Startelf?​


Holtz rechnet damit, dass "kleine Details" das Spiel entscheiden werden. Während die Stimmung beim Waldhof durch den Sieg gegen Viktoria Köln am vergangenen Sonntag "natürlich hervorragend" sei, stehe Ulm nach der Niederlage in Duisburg "ein wenig mit dem Rücken zur Wand". Auch deshalb erwartet der 56-Jährige einen "unbequemen Gegner", der "sehr aggressiv spielen" werde. "Wir müssen sehr aufpassen, was das Abwehrverhalten anbelangt und sehr kompakt und gut verteidigen." Durchaus möglich, dass es zu Umstellungen in der Startelf kommen wird, zumal Holtz gegen Köln mit dem Auftritt in der zweiten Halbzeit nicht vollends einverstanden war.

"Auch, wenn wir drei Punkte geholt haben, gab es so einige Sachen, die nicht zufriedenstellend waren". Vor allem das Agieren mit Ball. "In Ballbesitz müssen wir mehr Kontrolle haben", so der Luxemburger. Damit das gelingt, "kann es schon sein, dass es einige Wechsel geben wird". Während 1.500 Fans mitreisen, werden Samuel Abifade (Sprunggelenksverletzung) und Jascha Brandt (Trainingsrückstand) nicht dabei sein. Dafür kehrt Tim Sechelmann aus einer Gelb-Rot-Sperre zurück – und soll mit dazu beitragen, den zweiten Sieg in dieser Spielzeit einzufahren.

"Gespräche laufen": Legt der Waldhof in der Offensive nach?