FC Erzgebirge Aue: Wiedersehen mit Christoph Dabrowski – Rot-Weiss Essen

FC Erzgebirge Aue wird seit Anfang Februar von einem alten Bekannten betreut.​

FC Erzgebirge Aue: Wiedersehen mit Christoph Dabrowski – Rot-Weiss Essen

Der FC Erzgebirge Aue steht aktuell mit 24 Punkten auf Platz 17. (Foto: FC Erzgebirge Aue)

Nach Ernst Middendorp, Olaf Janßen, Christian Neidhart und Argirios Giannikis kommt es für Rot-Weiss Essen in der 3. Liga nun zu einem weiteren Wiedersehen mit einem ehemaligen Trainer. Im Rahmen des 29. Spieltages sind nun an diesem Samstag (14. März) ab 14 Uhr der FC Erzgebirge Aue und Christoph Dabrowski im Stadion an der Hafenstraße zu Gast.

Der inzwischen 47-jährige Ex-Profi hatte die Rot-Weissen in der ersten Saison nach dem ersehnten Aufstieg in die 3. Liga zum Klassenverbleib geführt. In der Saison darauf stand ein guter siebter Rang zu Buche. Dabei hatte RWE auch lange Zeit Kontakt zu den Spitzenplätzen und durfte sich bis kurz vor dem Saisonende Hoffnungen auf den Aufstieg machen. In beiden Spielzeiten gelang außerdem als Gewinner des Niederrheinpokals (jeweils im Finale gegen Rot-Weiß Oberhausen) die Qualifikation für den DFB-Pokal. Erst in der dritten Spielzeit trennten sich nach einer enttäuschenden ersten Halbserie auf einem Abstiegsplatz liegend im Dezember 2024 die Wege. Kurz darauf übernahm Uwe Koschinat.

Der FC Erzgebirge Aue ist für Christoph Dabrowski seit dem Engagement an der Hafenstraße die erste Trainerstation. Anfang Februar wurde der langjährige Profi des VfL Bochum (119 Einsätze in der Bundesliga sowie 73 Begegnungen in der 2. Bundesliga) bei den „Veilchen“ als Nachfolger von Jens Härtel vorgestellt. Zu diesem Zeitpunkt betrug der Rückstand des FC Erzgebirge auf einen Nichtabstiegsplatz nur einen Punkt, obwohl das Team schon zu diesem Zeitpunkt drei Niederlagen in Folge kassiert hatte. „Ich kann weder etwas versprechen noch Wunderdinge vollbringen“, so Dabrowski bei seiner Vorstellung. „Aber wir werden gemeinsam die Ärmel hochkrempeln und das tun, was in unserer Situation zuallererst gefordert ist: Kämpfen!“

In den ersten beiden Partien unter Dabrowskis Regie sprangen gegen den 1. FC Saarbrücken (0:0) und beim FC Viktoria Köln (1:1) immerhin zwei Unentschieden heraus. Es folgten jedoch vier Niederlagen nacheinander, so dass der Abstand zum „rettenden Ufer“ zehn Spieltage vor dem Saisonende schon auf acht Zähler angewachsen ist.

In Aue arbeitet Dabrowski mit für ihn alten Bekannten wieder zusammen. Denn nicht nur auf der Trainerposition hat sich beim FC Erzgebirge kürzlich etwas getan. Bereits vor der Winterpause – und damit auch vor der Dabrowski-Verpflichtung – wurde Jörg Emmerich von Lars Fuchs als Co-Trainer abgelöst. Fuchs hatte Dabrowski bereits von 2018 bis 2020 bei der zweiten Mannschaft von Hannover 96 assistiert.

Zum gleichen Zeitpunkt gab der Verein außerdem die Trennung von Sport-Geschäftsführer Matthias Heidrich bekannt. Neu besetzt wurde die Position mit Michael Tarnat. Der ehemalige Nationalspieler war als Aktiver in Hannover Mitspieler von Christoph Dabrowski und hatte auch nach seinem Karriere-Ende als Leiter des Nachwuchsleistungszentrums mit ihm zu tun. „Natürlich war es bei unserer Entscheidungsfindung hilfreich, dass ich ihn aus eigenem Erleben kenne“, so Tarnat mit Blick auf die Entscheidung, Christoph Dabrowski als Trainer zu installieren.

Beim spielenden Personal kann Dabrowski nahezu auf den gleichen Kader zurückgreifen wie sein Vorgänger Jens Härtel. Um mehr Spielpraxis zu bekommen, wurde Rechtsverteidiger Paul Seidel (19) während der Winterpause in die Regionalliga West an den 1. FC Bocholt verliehen. In Nordrhein-Westfalen war auch der einzige Neuzugang zuletzt am Ball. Vom Zweitligisten Arminia Bielefeld wurde Vincent Ocansey ausgeliehen.

Der 25-Jährige kam in der Hinrunde siebenmal in der 2. Bundesliga zum Einsatz. Sonst spielte Ocansey für die zweite Mannschaft der Ostwestfalen in der Oberliga Westfalen. Von seinen Stationen beim Wuppertaler SV, bei Türkspor Dortmund und beim FC Gütersloh bringt er die Erfahrung von 42 Einsätzen in der Regionalliga West mit. Ein gefühlter Neuzugang ist Marcel Bär. Der mit 83 Treffern inzwischen Zweitplatzierte der Ewigen Torschützenliste der 3. Liga hatte im gesamten Kalenderjahr 2025 verletzungsbedingt lediglich zwölf Einsätze bestreiten können. Seit der Winterpause war der 33-Jährige in neun Partien immerhin viermal erfolgreich.

FC Erzgebirge Aue: Wiedersehen mit Christoph Dabrowski – Rot-Weiss Essen
FC Erzgebirge Aue: Wiedersehen mit Christoph Dabrowski – Rot-Weiss Essen

https://www.rot-weiss-essen.de/2026/03/13/wiedersehen-mit-christoph-dabrowski/