Und wieder einmal hat es Rot-Weiss Essen verpasst, auf einen Aufstiegsplatz zu springen. Stattdessen musste die Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat beim 0:3 in Osnabrück einen Rückschlag im Rennen um die 2. Liga hinnehmen. Der 54-Jährige war nach der ersten Niederlage seit November bedient und sprach die Unzulänglichkeiten seiner Mannschaft offen an.
Sie hielten mit ihrer Enttäuschung nicht hinter dem Berg, die mitgereisten Fans von Rot-Weiss Essen. Als die Mannschaft in Richtung Gästeblock kam, schallten ihnen lautstarke Pfiffe entgegen. Direkt am Zaun stellten die aufgebrachten Anhänger das Team in teils emotionalen Wortgefechten zur Rede. Minutenlang hielt der Austausch an, ehe er mit einem aufmunternden Applaus endete. Redebedarf hatte auch Trainer Uwe Koschinat. Als er nach Spielende zum Interview mit "MagentaSport" kam, übte er durchaus scharfe Kritik an der Leistung seiner Mannschaft: "Wir haben nie wirklich in Spiel gefunden und waren nicht so drin, wie sich das für ein Spitzenspiel gehört."
In "unheimlich vielen Situationen" sei Osnabrück "viel wachsamer" gewesen, habe "sehr viel Griffigkeit" gehabt und einen "unfassbaren Kampf" um zweite Bälle geliefert. "Das hat den Unterschied ausgemacht." Koschinat sprach diesbezüglich von einem "Scheiß Zeichen", schließlich sei der Kampf um die zweiten Bälle immer eine Domäne gewesen, die RWE ausgezeichnet habe. Dass das in Osnabrück nun anders war, "tut sehr weh", betonte Essens Coach, hatte aber auch eine Erklärung dafür: "Wenn du immer mit so viel Kraft Rückstände aufholen musst, dann wird das gegen so eine gute Mannschaft nicht funktionieren."
Auf der anderen Seite sei RWE "nie in die gefährlichen Zonen" gekommen. "Von außen betrachtet wirkte es so, als hätten alle Spieler in allen Situationen so sehr kämpfen müssen, dass unser Spiel keine Ruhe und Präzision hatte. Wenn man eine dermaßen hohe Verkettung von Problemen hat, fällt der Einstieg in ein solches Spiel besonders schwer." Dass das 0:1 dann aus einem Abstoß von RWE resultierte, "passt zur Leistung". Vor dem Spiel trennte beide Teams nur ein Tor, jetzt sind es drei Punkte. Bis zum Relegationsplatz fehlen derzeit zwei Zähler. Dass es nicht gereicht, um den Lila-Weißen auf Augenhöhe zu begegnen, bezeichnete Koschinat als "absolut beschissen".
Um den Rückschlag im Aufstiegsrennen aufzuarbeiten, kündigte der 46-Jährige eine Analyse mit den Führungsspielern an. "Es geht darum, zu verstehen, warum sich Dinge in einigen Spielen so hervorragend anfühlen und anderen so miserabel." In Osnabrück hätten alle Spieler "unfassbar mit sich, mit den Verhältnissen in Ballbesitz, mit Zweikampfsituationen, mit dem richtigen Freilaufverhalten, mit sicheren Aktionen in der Spielfortsetzung so sehr zu kämpfen" gehabt, "dass wir überhaupt keine Ruhe und Präzision und Qualität in unser Spiel gebracht haben. Es war gefühlt bei jeder Aktion unheimlich schwer für jeden Einzelnen", hielt Koschinat fest.
Rios Alonso bestätigte, dass das Team in vielen Situationen "nicht wachsam" genug gewesen sei. Für den Frust der mitgereisten Fans nach Spielende hatte der Verteidiger Verständnis, betonte aber, bislang immer alles gegeben zu haben. Das gelte es auch weiterhin zu tun, um oben dranbleiben zu können. "Wir wissen alle, dass jetzt die heißeste Phase der Saison Beginn. Da müssen wir nochmal alles rausholen." Gegen Hansa Rostock steht am kommenden Samstag direkt das nächste Duell gegen einen direkten Konkurrenten an. Gelingt der Koschinat-Elf dann eine Reaktion? "Da mache ich mir keine Sorgen, denn wir haben auf solche Spieler bisher immer gut geantwortet." In der Tat haben die Essener unter Koschinat noch nie zweimal in Folge verloren. Ob dieser Nimbus weiter anhält, wird sich zeigen.
https://www.liga3-online.de/ein-scheisszeichen-fuer-uns-koschinat-wird-rueckschlag-deutlich/
"Absolut beschissen"
Sie hielten mit ihrer Enttäuschung nicht hinter dem Berg, die mitgereisten Fans von Rot-Weiss Essen. Als die Mannschaft in Richtung Gästeblock kam, schallten ihnen lautstarke Pfiffe entgegen. Direkt am Zaun stellten die aufgebrachten Anhänger das Team in teils emotionalen Wortgefechten zur Rede. Minutenlang hielt der Austausch an, ehe er mit einem aufmunternden Applaus endete. Redebedarf hatte auch Trainer Uwe Koschinat. Als er nach Spielende zum Interview mit "MagentaSport" kam, übte er durchaus scharfe Kritik an der Leistung seiner Mannschaft: "Wir haben nie wirklich in Spiel gefunden und waren nicht so drin, wie sich das für ein Spitzenspiel gehört."
In "unheimlich vielen Situationen" sei Osnabrück "viel wachsamer" gewesen, habe "sehr viel Griffigkeit" gehabt und einen "unfassbaren Kampf" um zweite Bälle geliefert. "Das hat den Unterschied ausgemacht." Koschinat sprach diesbezüglich von einem "Scheiß Zeichen", schließlich sei der Kampf um die zweiten Bälle immer eine Domäne gewesen, die RWE ausgezeichnet habe. Dass das in Osnabrück nun anders war, "tut sehr weh", betonte Essens Coach, hatte aber auch eine Erklärung dafür: "Wenn du immer mit so viel Kraft Rückstände aufholen musst, dann wird das gegen so eine gute Mannschaft nicht funktionieren."
Auf der anderen Seite sei RWE "nie in die gefährlichen Zonen" gekommen. "Von außen betrachtet wirkte es so, als hätten alle Spieler in allen Situationen so sehr kämpfen müssen, dass unser Spiel keine Ruhe und Präzision hatte. Wenn man eine dermaßen hohe Verkettung von Problemen hat, fällt der Einstieg in ein solches Spiel besonders schwer." Dass das 0:1 dann aus einem Abstoß von RWE resultierte, "passt zur Leistung". Vor dem Spiel trennte beide Teams nur ein Tor, jetzt sind es drei Punkte. Bis zum Relegationsplatz fehlen derzeit zwei Zähler. Dass es nicht gereicht, um den Lila-Weißen auf Augenhöhe zu begegnen, bezeichnete Koschinat als "absolut beschissen".
Analyse mit Führungsspielern angekündigt
Um den Rückschlag im Aufstiegsrennen aufzuarbeiten, kündigte der 46-Jährige eine Analyse mit den Führungsspielern an. "Es geht darum, zu verstehen, warum sich Dinge in einigen Spielen so hervorragend anfühlen und anderen so miserabel." In Osnabrück hätten alle Spieler "unfassbar mit sich, mit den Verhältnissen in Ballbesitz, mit Zweikampfsituationen, mit dem richtigen Freilaufverhalten, mit sicheren Aktionen in der Spielfortsetzung so sehr zu kämpfen" gehabt, "dass wir überhaupt keine Ruhe und Präzision und Qualität in unser Spiel gebracht haben. Es war gefühlt bei jeder Aktion unheimlich schwer für jeden Einzelnen", hielt Koschinat fest.
Rios Alonso bestätigte, dass das Team in vielen Situationen "nicht wachsam" genug gewesen sei. Für den Frust der mitgereisten Fans nach Spielende hatte der Verteidiger Verständnis, betonte aber, bislang immer alles gegeben zu haben. Das gelte es auch weiterhin zu tun, um oben dranbleiben zu können. "Wir wissen alle, dass jetzt die heißeste Phase der Saison Beginn. Da müssen wir nochmal alles rausholen." Gegen Hansa Rostock steht am kommenden Samstag direkt das nächste Duell gegen einen direkten Konkurrenten an. Gelingt der Koschinat-Elf dann eine Reaktion? "Da mache ich mir keine Sorgen, denn wir haben auf solche Spieler bisher immer gut geantwortet." In der Tat haben die Essener unter Koschinat noch nie zweimal in Folge verloren. Ob dieser Nimbus weiter anhält, wird sich zeigen.
https://www.liga3-online.de/ein-scheisszeichen-fuer-uns-koschinat-wird-rueckschlag-deutlich/