Nachdem RWE-Keeper Felix Wienand beim Heimspiel gegen den SV Waldhof Mannheim am Mittwochabend nach einer Böller-Explosion im Gästeblock nicht mehr weiterspielen konnte, gaben die Essener nun bekannt, dass der 23-Jährige derzeit "nicht spielfähig" sei.

Derzeit nicht im Training​


Demnach habe er durch die Detonation in der 52. Minute ein Knalltrauma mit einem "deutlichem Hörverlust" erlitten. Nach der Partie wurde Wienand in ein Krankenhaus gebracht, am Donnerstagmorgen wurde er zudem von einem Hals-Nasen-Ohren-Spezialisten untersucht. Wienand bleibe weiter in ärztlicher Betreuung und könnte derzeit nicht am Spiel- und Trainingsbetrieb teilnehmen, teilte RWE mit. Ein Einsatz am Samstag in der Partie bei der TSG Hoffenheim II sei ausgeschlossen. "Er bekommt in jeder Hinsicht vom Verein weiter volle Unterstützung."

Nach der Böller-Explosion wurde die Partie zunächst für 45 Minuten unterbrochen und "entgegen der Erwartung von Rot-Weiss Essen" fortgesetzt. Die RWE-Verantwortlichen zeigen sich "stolz und dankbar, dass sich die Mannschaft dieser belastenden Situation gestellt hat und das Spiel sportlich zu Ende geführt" habe. Auch das Publikum an der Hafenstraße habe das richtige Gespür bewiesen und stand geschlossen hinter Mannschaft und Verein.

Kein Protest gegen die Spielwertung​


Protest gegen die Spielwertung wird RWE nicht einlegen, die Verantwortlichen hätten sich "nach intensiver Abwägung" dagegen entschieden, heißt es. Für den Verein stehe wieder das Sportliche – nun kurzfristig vor allem das Auswärtsspiel in Hoffenheim am Samstag – im Fokus. Die öffentlichen Äußerungen von Waldhofs Sportchef Gerhard Zuber zu den Vorfällen von Mittwochabend habe Rot-Weiss Essen derweil "mit Unverständnis zur Kenntnis" genommen.

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