Dem Opa Luscheskowski sein Enkel – Rot-Weiss Essen

Ein Blick durch die rot-weisse Brille.​

Dem Opa Luscheskowski sein Enkel – Rot-Weiss Essen


Kerl inne, Kiste wat war dat denn bitte für ne heiße Nacht anne Hafenstraße!? Ich mein von vorne bis hinten hat quasi alles gepasst: Flutlicht angeknipst, Stauder kaltgestellt, Würsken aufm Grill, Tickets alle verkauft, der Gegner mehr oder weniger sympathisch, ARD Live-Team, Spotlight auf Bergeborbeck, Stimmung bombastisch – Alles einfach geil.

Nur leider nich dat Ergebnis. Der BVB hat unsre Roten ausm Pokal geworfen. Wer aber vorher geglaubt hat die Kollegen vom Borsigplatz würden mal eben durch Essen spazieren und dabei anne Hafenstraße ne ordentliche Duftmarke setzen, der hat ma schön reingeschissen. Nach 15 Minuten hatte die Borussia erstmal ihr Pulver verschossen und dem Uwe seine Bengels haben der Millionärstruppe vom westfälischen Ende des Ruhrpotts ganz schön den Schneid abgekauft. Leider haperte et damit die Kirsche auch ins Netz zu drücken. Und dann isset wie so oft im Fußball: Machse deine Dinger nich rein, kassierse am Ende die Quittung. Den Unterschied hat mit Guirassy ein Spieler gemacht, der inne letzten Spielzeit inne Champions League die Torjägerkanone geholt hat. Dat klingt alles gut und trotzdem fühlte et sich noch ein paar Tage danach echt Kacke an weil irgenzwie mehr drin war.

Aber am Ende hilft ja all den Scheiß nix. Et muss weiter gehen, nach vorne gucken. Schließlich hat RWE noch Pläne. Einer von diese Pläne is, inne Liga nach Möchlichkeit ne Duftmarken zu setzen und oben ein Wörtchen mitzuquatschen. Dafür war dat 1:1 in Havelse eingenzlich ne Nummer zu schwach. Aber wie sacht man so schön? Die ersten Kälber ham oft Durchfall – RWE muss sich reinmalochen inne Saison. Einmal den Weg inne Spur finden. Dafür war dat Flutlichtspiel bei Wehen Wiesbaden scheinbar genau der richtige Wegweiser. Die erste Halbzeit war sicher nich die Sahne auffe Torte. So mies wie die Presse sie geschrieben hat fand ich sie aber auch nich. RWE war nicht zwingend genug und der SVWW war einfach stärker. Zum Sport gehört auch, dat einfach mal anzuerkennen. Und Wiesbaden is auch nich gerade dat, wat ich Laufkundschaft nennen würde. Gute Truppe. Jedenfalls hat Uwe dann inne zwoten Hälfte umgebaut und plötzlich lief et dann flüssich wie dat Stauder ausse Leitung. Die Führung zum 3:1, dann nomma der Ausgleich und am Ende hat ein Tolles Spiel ein geiles rot-weisses Ende bekommen. Der Torben hat den Ball zum 3:4 richtich gut reingemüselt! Extase bei den über 2000 Bekloppten die dieses Spiel eindeutig zu einem Heimspiel gemacht haben.

Heute soll die Party weitergehen. Und nachdem die letzten schwarzgelben Gäste anne Hafenstraße gewinnen konnten, sollen unsre Gäste heute doch bitte gerne mit gesenktem Haupt zurück ins Dreiländereck fahren. Die Printen aus Aachen sind nich besonders gut inne Saison gestartet. Der Abgang von Backhaus zum BTSV hat ne riesige Lücke im ganzen Verein hinterlassen. Gefühlt größer als die Kaiserstädter es selbst zugeben wollen. Doch unterschätzen darf man die Alemannia nicht. Dieses Spiel is ein West-Schlager und die darf man bekanntlich nich auffe leichte Schulter nehmen.

Doch wer unsan Uwe kennt, der weiß, dat der mal gar nix auffe leichte Schulter nimmt. Heute soll ein Sieg her, damit der Blick auf die Tabelle weiterhin Spaß macht und die Party mit Stauder und guter Laune weitergehen kann.

Nur der RWE!

Dem Opa Luscheskowski sein Enkel – Rot-Weiss Essen

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