Danny Schmidt: Wird etwas Besonderes sein – Rot-Weiss Essen

22-jähriger Offensivspieler vor Heimspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden im „kurze fuffzehn“-Interview.

Danny Schmidt: Wird etwas Besonderes sein – Rot-Weiss Essen

Wechselte im Winter leihweise zu RWE: Offensivspieler Danny Schmidt. (Foto: Markus Endberg)

Während der Winterpause hat der Kader von Rot-Weiss Essen unter anderem die Erfahrung aus 36 Zweitliga-Einsätzen hinzubekommen. Die Rede ist von Danny Schmidt. Nur Routinier Klaus Gjasula (83 Partien) hat mehr Spiele in der zweithöchsten Spielklasse absolviert als der von Fortuna Düsseldorf ausgeliehene Offensivspieler. Im Interview mit der „kurzen fuffzehn“ spricht der in Wiesbaden geborene 22-Jährige vor dem Heimspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden über seine ersten Wochen bei RWE.

Hallo Danny! Du bist bereits kurz nach Deiner Verpflichtung mit ins Winter-Trainingslager in der Türkei gereist und hast die Mannschaft kennengelernt. Wie haben sich die ersten Wochen für Dich angefühlt?
Danny Schmidt:
Sehr positiv. Die Jungs haben es mir sehr einfach gemacht, schnell anzukommen. Mit Jannik Hofmann und Franci Bouebari verstehe ich mich schon besonders gut. Kaito Mizuta kannte ich außerdem schon aus meiner Zeit bei der U23 des 1. FSV Mainz 05. Es war von vornherein das Ziel, dass ich schon im Trainingslager dabei bin. Da wir tagtäglich als Team zusammen waren, ging die Eingewöhnung schneller als gedacht.

Beim 1:1 in der Partie beim TSV 1860 München gehörtest Du auf Anhieb zur Startelf und hast gegen Dein Pflichtspieldebüt gegeben. Wie zufrieden warst Du mit Deiner Leistung?
Es war insgesamt kein einfaches Spiel, dazu noch mein erster Einsatz in der 3. Liga in einem neuen Team. Hinzu kommt noch, dass man sich selbst Erwartungen auferlegt und Sachen vornimmt. Der Einstieg war nicht reibungslos, aber solide. Es geht mit Sicherheit noch mehr. Mit der Zeit wird es auch auf jeden Fall noch besser werden.

Du hast bereits thematisiert, dass es Dein erstes Drittliga-Spiel war. Wie ist Dein Eindruck von der Spielklasse?
Die Qualität in unserer Mannschaft ist hoch. Die Spielweise in der Liga habe ich als körperbetont und intensiv wahrgenommen, was sich auch in den bisherigen Partien so gezeigt hat. Ballgewinne und Umschaltmomente spielen in der 3. Liga eine große Rolle. Es geht zwischen den Teams häufig hin und her.

Bereits im Alter von neun Jahren warst Du ins Nachwuchsleistungszentrum des 1. FSV Mainz 05 gewechselt. Wie war der Verein auf Dich aufmerksam geworden?
In meinem Heimatverein gab es gute Kontakte zum 1. FSV Mainz 05. Dadurch hatte ich an einem Sichtungsturnier teilgenommen. Als einer von zwei Spielern unter 100 Kandidaten wurde ich dann in die damalige U10 aufgenommen. Das war damals ein großer Sprung für mich.

Wie denkst Du an die Zeit zurück?
Mainz 05 ist für die gute Nachwuchsarbeit bekannt. Ich habe meine gesamte fußballerische Kindheit dort verbracht und durfte ab der U10 bis zu zwei Jahren bei der U23 alle Teams durchlaufen. Ich bin froh und dankbar, dass ich die Möglichkeit dazu hatte und immer wieder Entwicklungsschritte gehen konnte. Genauso hatte ich mich aber auch auf Fortuna Düsseldorf und die 2. Bundesliga gefreut. Nach all der Zeit wollte ich auch etwas Neues erleben und mit einer neuen Aufgabe wachsen.

Wie würdest Du Deine Spielweise beschreiben?
Mein Zug zum Tor zeichnet mich aus. Dabei bin ich eher kein klassischer Stürmer. Ich suche gerne die freien Räume, indem ich mich früh anbiete oder tiefe Wege gehe. Bei der Arbeit gegen den Ball bin ich im Pressing fleißig.

Du bist gebürtiger Wiesbadener und hattest beim benachbarten Taunussteiner Stadtteil-Verein SV 1895 Neuhof gespielt. Gab es für Dich früher Berührungspunkte mit dem SV Wehen Wiesbaden?
Ich kenne Florian Hübner und seine Familie um den langjährigen Bundesliga-Manager Bruno Hübner ganz gut. Wir kommen jeweils aus dem gleichen Stadtteil. Im Nachwuchsbereich habe ich auch das eine oder andere Mal auf dem Profi-Trainingsgelände in Taunusstein-Wehen gegen den SV Wehen Wiesbaden gespielt.

Wie schätzt Du den kommenden Gegner ein?
Das wird ein schwieriges Spiel. Unter dem neuen Trainer Daniel Scherning war der SV Wehen Wiesbaden zuletzt sehr erfolgreich. Dabei wurden auch einige gute Gegner wie zuletzt auch der SC Verl bezwungen. Für den SVWW ist das Spiel an der Hafenstraße vermutlich richtungsweisend, um noch einmal oben andocken zu können.

Du könntest erstmals in einem Heimspiel zum Einsatz kommen. Fieberst Du dem Spiel besonders entgegen?
Auf jeden Fall. Der erste Einsatz an der Hafenstraße wird etwas Besonderes sein. Sollte es nun dazu kommen, würde ich mich besonders freuen, da es durch den Gegner eine Verbindung in die Heimat gibt.

Was wird für Euch wichtig sein?
Wir müssen wieder unsere Intensität auf den Platz bringen und in der Arbeit gegen den Ball sehr aktiv sein. Wenn wir dabei unsere Chancen wieder konsequent nutzen können, stehen die Chancen gut, dass wir die Punkte an der Hafenstraße behalten.

Danny Schmidt: Wird etwas Besonderes sein – Rot-Weiss Essen
Danny Schmidt: Wird etwas Besonderes sein – Rot-Weiss Essen

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