Aufschwung unter Neu-Trainer Jermaine Jones – Rot-Weiss Essen

Schlusslicht 1. FC Schweinfurt 05 in den letzten Wochen mit deutlich besserer Ausbeute.​

Aufschwung unter Neu-Trainer Jermaine Jones – Rot-Weiss Essen

Der 1. FC Schweinfurt 05 steht aktuell mit 17 Punkten auf Platz 20. (Foto: 1. FC Schweinfurt 05)

Wenn Rot-Weiss Essen bereits am kommenden Dienstag, 7. April, 19 Uhr, zum 32. Spieltag in der 3. Liga beim 1. FC Schweinfurt 05 zu Gast ist, dann wird bei den Gastgebern ein anderer Trainer an der Seitenlinie stehen als noch beim Essener 2:1-Hinspielsieg an der Hafenstraße. Seit Mitte Februar ist Jermaine Jones für das Drittliga-Team der Unterfranken verantwortlich.

Für den ehemaligen Bundesliga-Profi (165 Einsätze für Eintracht Frankfurt, Bayer 04 Leverkusen und den FC Schalke 04) ist es die erste Cheftrainer-Station in Deutschland. Zuvor betreute der gebürtige Frankfurter in den USA, wo er auch seine aktive Karriere beendet hatte, die U19 von Real So Cal. Über eine Zwischenstation als Assistent bei New Amsterdam wurde der gebürtige Frankfurter im April 2022 Co-Trainer der US-amerikanischen U20-Nationalmannschaft. Für das A-Nationalteam der Vereinigten Staaten hatte der ehemalige Mittelfeldspieler einst 69 Länderspiele bestritten, nachdem er zuvor auch in drei (Freundschafts-)Partien für die DFB-Auswahl am Ball war. Über den amerikanischen Drittligisten CV Fuego FC und eine Berater-Tätigkeit beim FC 03 Gelnhausen landete Jones schließlich Mitte Februar beim 1. FC Schweinfurt 05.

Die Aussichten auf den Klassenverbleib waren bereits zu dieser Zeit schlecht. Unter seinem Vorgänger und Aufstiegstrainer Victor Kleinhenz hatte es in 24 Drittliga-Begegnungen unter dem Strich zu lediglich zehn Zählern gereicht. Diese Ausbeute haben die „Schnüdel“ nun schon nach gerade einmal sechs Spielen mit Jones an der Seitenlinie fast erreicht. Durch das zurückliegende 3:1 gegen die zweite Mannschaft des VfB Stuttgart stehen in diesem Zeitraum immerhin sieben Punkte zu Buche. „Es war unser bestes Spiel, seit ich da bin“, empfand der 44-Jährige.

Der Rückstand auf die sichere Zone konnte um einen Zähler verkürzt werden. Bei einer Lücke von immer noch 16 Punkten stehen die Chancen auf ein weiteres Jahr in der 3. Liga allerdings nach wie vor alles andere als gut. „Wir wollen positiv nach vorne blicken und versuchen, jeden Tag besser zu werden“, betont Jermaine Jones.

Für die Rückserie hatten die Schweinfurter noch einige Veränderungen am Kader vorgenommen. So wurden die wenig berücksichtigten Martin Thomann (zum FC Würzburger Kickers) und Kevin Frisorger (TSV Aubstadt) in die Regionalliga Bayern abgegeben. Außerdem endete die Leihe von Uche Obiogumu (1. FC Nürnberg) vorzeitig. Schwerwiegend war der Abgang von Jakob Tranziska. Der 24-Jährige verabschiedete sich Mitte Januar in Richtung der Pohang Steelers, um in der höchsten südkoreanischen Spielklasse und der AFC Champions League Two aufzulaufen.

Obwohl er schon eine Weile nicht mehr das Schweinfurter Trikot trägt, führt der Angreifer mit vier Treffern noch immer die teaminterne Torschützenliste an. Mit Joshua Endres und Manuel Wintzheimer folgen zwei ehemalige Essener auf dem mit Johannes Geis und Erik Shuranov geteilten zweiten Platz (jeweils drei Tore). Immerhin schon zwei Treffer hat der von RWE ausgeliehene Linksverteidiger Ekin Celebi auf dem Konto.

Bei den Zugängen war der 1. FC Schweinfurt 05 im Winter ebenfalls viermal aktiv. Während Nikolaos Vakouftsis (SpVgg Greuther Fürth II), Mustafa Özden (FC Ingolstadt 04 II) und Dustin Forkel (1. FC Nürnberg, zuvor an den SSV Jahn Regensburg verliehen) bislang vor

allem Optionen für die Kaderbreite sind, konnte sich der erst 19-jährige zentrale Mittelfeldspieler Winners Osawe (ausgeliehen vom 1. FC Nürnberg) bereits einen Stammplatz sichern.

Den Liga-Aufschwung mit dem neuen Personal unterstrich das aktuelle Team auch während der Länderspielpause: Anlässlich des 90-jährigen Geburtstages der Schweinfurter Spielstätte war der Zweitliga-Spitzenreiter FC Schalke 04 zu Gast. Dabei konnte sich das Drittliga-Schlusslicht durch die Treffer von Nico Grimbs (47.) und Winners Osawe (48.) 2:0 (0:0) durchsetzen.

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