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Rot-Weiss Essen SSV Ulm 1846 SSV Ulm 1846 - Rot-Weiss Essen

Man redet von Vorsicht.
Man flüstert von Verbindungen, von Freundschaften, von alten Bündnissen zwischen Ulm und Oberhausen.
Aber eins ist klar:
Wir sind Rot‑Weiss Essen.
Wir kommen nicht aus der Donau-Romantik, wir kommen aus der Emscher.
Und wer die Emscher kennt, der weiß:
Hier wurde kein Postkarten-Fußball geboren – hier wurde Charakter geschmiedet.
Die Donau mag breit sein, ruhig fließen, Schiffe tragen.
Die Emscher?
Die hat getragen, was keiner sehen wollte – und trotzdem sind hier Menschen gewachsen, die stehen bleiben, wenn’s kracht.
Wir haben nichts mit irgendwelchen Freundschaften der anderen zu tun.
Keine Bündnisse, keine Brüderschaften, keine weichen Worte.
Nur unser Wappen, unsere Stadt, unsere Farben.
4100 Essener reisen an, kein Ausflug, kein Sonntagsspaziergang –
das ist ein Marsch.
Man sagt, man soll sich unauffällig verhalten, keine Farben zeigen, den Kopf unten halten.
Aber wir wissen:
Man kann das Herz nicht verstecken.
Denn egal ob an der Donau oder an der Emscher –
es geht nicht darum, wer freundlicher ist,
sondern darum, wer standhält.
Und eins wird klar sein, wenn der Himmel über Ulm grau wird:
Die Donau ist ein Fluss für Schiffe.
Die Emscher ist ein Ort, der Kämpfer macht.
Und wir tragen sie in uns.

Rot-Weiss Essen Kelsey Owusu

Ein Krieger zieht weiter…
doch dieser Kampf war längst entschieden, bevor der erste Pfiff überhaupt erklang.
Kelsey Owusu – jung, talentiert, voller Versprechen.
Aber während draußen die Schlacht tobte, spielte sich sein Krieg leise im Hintergrund ab. Verträge wurden geschmiedet, Entscheidungen gefällt – und der Weg war schon festgelegt, noch bevor die letzten Spiele geschlagen wurden.
Ein Soldat, der bleibt, um die Saison zu beenden –
aber dessen Blick längst auf das nächste Schlachtfeld gerichtet ist. Saarbrücken ruft, der Abmarsch ist beschlossen.
Und genau dort beginnt die Wahrheit:
Wer innerlich schon gegangen ist, kämpft nicht mehr mit derselben Klinge.
Zehn Einsätze. 104 Minuten.
Das sind keine Narben einer großen Schlacht – das sind flüchtige Spuren im Staub des Gefechts.
Der Kampf wurde nicht verloren, weil der Gegner stärker war.
Er wurde verloren, weil der Wille längst woanders war.
Rot‑Weiss Essen steht im Aufstiegskrieg, während im Schatten bereits neue Bündnisse geschlossen werden.
So läuft das Geschäft – kalt, berechnend, ohne Rücksicht auf das Donnern der aktuellen Front.
Am Ende bleibt kein Verrat, kein Drama –
nur die nüchterne Erkenntnis:
Der Abschied begann nicht im Sommer.
Er begann in dem Moment, als der Blick nicht mehr auf die eigene Stellung gerichtet war,
sondern auf die nächste Flagge, die gehisst werden soll.
Eine Schlacht, die nie vollständig geführt wurde.

Rot-Weiss Essen SSV Ulm 1846 SSV Ulm 1846 - Rot-Weiss Essen

Druck? Den haben wir nur, wenn einer auf dem Weg zum Klo die Kabinentür blockiert.
Während andere sich die Bürde vom Kopf reden wollen, tragen wir sie wie ’ne Fahne durch den Pott. Cottbus, Duisburg – alles schön und gut, aber wir brauchen keine Wohlfühl-Floskeln aus dem Trainerhandbuch.
Dritter Platz sichern?
Klingt wie: „Hauptsache, nichts kaputt machen.“
Wir sagen: Entweder du gehst raus und nimmst dir das Spiel – oder du bleibst besser gleich in der Kabine neben der Sonnenbank.
Druck gehört dazu.
Der gehört zum Fußball wie der Geruch von Liniment und nassen Stutzen.
Wer keinen Druck spürt, spielt auch keinen großen Fußball.
Also während andere sich die Last schönreden, treten wir an – mit Feuer, mit Lärm, mit diesem ganz eigenen Wahnsinn.
Denn eins ist klar:
Im Pott gewinnt nicht der, der sich keinen Druck macht –
sondern der, der ihn aushält und daran wächst.
Und wenn’s brenzlig wird…
kein Problem.
Klo ist links.
Nur der RWE

Rot-Weiss Essen Wer kommt, wer geht, wer bleibt...?

Ein Krieger verlässt die Reihen.
Berkan Taz marschiert nicht leise von der Bühne – er brennt sich ein wie ein letzter Trommelschlag vor der Schlacht. 16 Treffer, 20 Vorlagen – das sind keine Zahlen, das ist ein Feldzug, den er in der 3. Liga geführt hat.
Verl verliert keinen Spieler – Verl verliert einen Frontkämpfer, einen Taktgeber, einen Anführer im Angriff. Einer, der nicht gezögert hat, der den Ball wie eine Waffe geführt hat und Spiele entschieden hat, wenn andere längst gefallen waren.
Und jetzt? Jetzt zieht er weiter. Höheres Terrain. Zweite Bundesliga. VfL Bochum hat sich ihn geschnappt – hartnäckig, entschlossen, wie ein General, der weiß, welchen Soldaten er in seinen Reihen braucht.
Doch eines ist klar:
Taz kommt nicht, um sich anzupassen. Er kommt, um zu dominieren. Um Spuren zu hinterlassen. Um sich seinen Platz im nächsten Gefecht zu erkämpfen – Schritt für Schritt in Richtung Bundesliga, vielleicht sogar darüber hinaus, wie er selbst träumt.
Respekt gebührt ihm.
Denn solche Spieler ziehen nicht einfach weiter – sie hinterlassen verbrannte Erde und eine Lücke, die nur schwer zu füllen ist.
Ehre dem Abgang.
Und möge der nächste Kampf noch größer sein.

Reaktion von unserem Kapitän zu dem Abgang ;
Ein Krieger verlässt die Reihen…
sagen sie zumindest.
Hier spricht Michael Schulz – Kapitän, Innenverteidiger… und amtierender Sonnenbankkönig. Während andere in der 3. Liga heroische Feldzüge sehen, hab ich mir erst mal Faktor 30 aufgelegt und das Ganze aus sicherer Distanz beobachtet.
Berkan Taz, ja… super Zahlen, keine Frage.
16 Tore, 20 Vorlagen – Respekt.
Aber während er da vorne den Feldherrn gespielt hat, hab ich hinten ganz entspannt gelegen und mir gedacht: „Junge, warte mal ab, bis es wirklich wehtut.“
Verl verliert also einen „Frontkämpfer“?
Ich sag’s mal so: Frontkämpfer ist der, der auch dann stehen bleibt, wenn der Wind von vorne kommt.
Und ich hab schon Stürmer gesehen, die bei stärkerem Gegenwind schneller verschwinden als meine Bräune nach ’nem Regentag im Pott.
Jetzt also Bochum. Zweite Liga.
Größeres Schlachtfeld, härtere Jungs, weniger Platz für Schönspielerei.
Mal sehen, ob da noch Zeit bleibt für kunstvolle Dribblings – oder ob er sich wünscht, wieder in Verl spazieren zu gehen.
Ich gönn ihm das, wirklich.
Vom Sonnenbankrand aus betrachtet sieht vieles immer einfacher aus.
Aber eins sag ich dir, Berkan:
Wenn’s mal richtig rau wird…
Dann denk dran: Nicht jeder, der aus der Sonne kommt, hält auch den Sturm aus.
Ehre dem Abgang –
und Grüße aus dem Solarium.