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18-Jähriger trifft vor 2500 Fans gegen Rot-Weiss Essen: „Das ist schon geil“
WAZ RWE

18-Jähriger trifft vor 2500 Fans gegen Rot-Weiss Essen: „Das ist schon geil“

Jannik Paula 11.07.2026 20:00 Uhr

Es war ein erfolgreicher Fußballsamstag am Essener Uhlenkrug. Bei sonnigen Temperaturen empfing der ETB SW Essen den Stadtnachbarn Rot-Weiss Essen zum Härtetest. Am Ende setzte sich der favorisierte Drittligist standesgemäß mit 5:1 (1:0) durch. ETB-Trainer Björn Matzel zeigte sich nach Abpfiff dennoch hochzufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft.

„Uns war bewusst, dass wir sehr viel gegen den Ball arbeiten müssen. Das haben die Jungs gut gemacht, gerade in der ersten Halbzeit. Natürlich hätten wir uns gewünscht, mit einem 0:0 in die Halbzeit zu gehen, aber wir waren jetzt auch nicht vermessen. Am Ende fällt das Ergebnis für mich ein, zwei Tore zu hoch aus. Man muss jedoch auch sagen, dass wir nach zehn Minuten bereits 0:2 zurückliegen können. Insgesamt geht das 1:5 also in Ordnung“, so Matzel.

ETB: 18-jähriger trifft gegen Rot-Weiss Essen - „Super für den Jungen“

Ein Mann, der dieses Spiel wohl nicht so schnell vergessen wird, ist ETB-Akteur Mert Dzhelilov. Nachdem Mohamed Said einen Kopfball zunächst an die Latte gesetzt hatte, landete der Ball beim 18-jährigen Dzhelilov. Der bewies in diesem Moment Nervenstärke und versenkte den Ball zum zwischenzeitlichen 1:3 im Tor. „Das ist schon geil. Ich habe nicht damit gerechnet, dass der Ball vor meinen Füßen landet, aber dann habe ich ihn einfach reingeschoben“, so Dzhelilov.

Auch sein Trainer Björn Matzel freute sich im Nachgang über den Treffer seines Schützlings. „Ich hatte Mert schon in der U19 als Spieler. Er kam damals auch von RWE. Es ist natürlich super für den Jungen. Er stand genau richtig, musste den Ball nur noch einschieben und hat dann danke gesagt.“

ETB-Sommer-Neuzugang präsentiert sich in Topform: „Wollten über Umschaltmomente gefährlich werden“

Für den Oberligisten war es das erste Testspiel dieser Sommervorbereitung, nachdem Björn Matzel am vergangenen Montag zum Trainingsauftakt gerufen hatte. Die ersten Neuzugänge stellten ihr Können dabei gleich unter Beweis – allen voran Aaron Oteng-Appiah, der die RWE-Defensive immer wieder mit seinem schnellen Tempodribbling auf die Probe stellte. Zusammen mit Luke Kawabe bildete der 21-jährige im ersten Durchgang ein flinkes Offensiv-Duo. 

„Wir wollten über Umschaltmomente gefährlich werden und gerade über Aaron die Tiefe anlaufen, um hinter die Kette zu gelangen. Wir wussten, dass RWE vermutlich relativ hoch verteidigen würde, weshalb wir bei Balleroberungen schnell in die Tiefe kommen wollten. Das ist uns ein, zwei Mal gelungen. Aber dann kam RWE natürlich auch schnell wieder in den Rückwärtsgang“, beobachtete Matzel.

2500 Zuschauer sehen Essener Derby am Uhlenkrug: „Solche Kulisse kennen wir nicht“

Ums Spielfeld herum zeigten sich die angereisten Besucher in bester Fußballlaune. Auf den Rängen hielt es der Großteil der Zuschauer auf den Rängen an diesem Samstag mit den Gästen von der Hafenstraße. Insgesamt 2500 Zuschauer verwandelten den schwarz-weißen Uhlenkrug in ein rot-weisses Heimspiel.

„Eine solche Kulisse kennen wir natürlich nicht. Aber da wollen wir in Zukunft wieder hinkommen. Wir wollen wieder attraktiveren Fußball spielen und uns als Verein wieder attraktiver präsentieren, um vielleicht den einen oder anderen Zuschauer wieder hierher zu locken. Letztes Jahr war es, was die Zuschauerzahlen anging, schon wenig“, so Matzel.

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